Kurskorrektur: Dass die Boomzeiten in Fernost vorbei sind, zeichnete sich schon länger ab. Der Sturz der lokalen Börsen am Montag wirkte sich negativ auf die Wertpapiere europäischer Marktführer der Mode- und Luxusbranche aus.

Auch wenn viele Börsianer lieber von Kurskorrektur als Börsencrash sprechen, wirken sich die Entwicklungen der chinesischen Börsen am mittlerweile so genannten „Black Monday“ auch auf die hiesigen Aktienmärkte aus. China steht für 15% der gesamten Weltwirtschaft mit steigendem Einfluss – allerdings entwickelt sich das Wachstum dort langsamer als in den Vorjahren.

Der Nachfrage-Motor in Fernost stottert

Betroffen sind vor allem exportorientierte Unternehmen. Neben Auto- und Maschinenbauern traf es vor allem auch die führenden Unternehmen aus der Luxusbranche wie Gucci, Burberry oder Prada, die ihre Ambitionen fest auf China gerichtet hatten und die einen Großteil ihrer Umsätze im Reich der Mitte erzielen. Während des Handelsmontags fielen fast alle Aktien der großen Mode- und Juwelierunternehmen im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich, wie bspw. Hermés, Richemont, Gucci-Mutter Kering aber auch der Fast-Fashion-Konzern H&M gaben zwischenzeitlich um mehr als 2% nach. Auch lokale Konzerne wie Li & Fung mussten eine Talfahrt ihrer Kurse in Kauf nehmen. Am Dienstag erholten sich die Kurse wieder, allerdings bleiben sie unter den Werten der letzten Monaten. Bei vielen Unternehmen dürfte es sich tatsächlich „nur“ um eine Kurskorrektur handeln.

Am Black Monday (24. August) gaben fast alle Kurse größerer Mode- und Luxusunternehmen nach

Bilder: Kurse via teleborsa.it