Brand-Building führt zu Brand-Shopping: Nach einer aktuellen Studie des ECC am IFH Köln kaufen Kunden mit hoher Markenaffinität am liebsten und immer häufiger direkt beim Hersteller statt beim Händler. Dies gilt insbesondere, wenn online bestellt wird.

Rund 38% der markenaffinen Konsumenten gehen am liebsten in herstellereigene Läden

Noch liegt der Handel beim Kauf von Markenprodukten deutlich vorne, aber immer öfter kaufen Kunden direkt beim Hersteller. Das gilt insbesondere dann, wenn sie besonders markenaffin sind, das ist das Ergebnis der neuen Studie „Cross-Channel beim Kauf von Markenartikeln – Wie Konsumenten Kanäle kombinieren“. Darin untersuchte das ECC am IFH Köln in Zusammenhang mit der Demandware GmbH den Zusammenhang zwischen Markenaffinität und Einkaufsverhalten. Insgesamt wurden über 1.015 Personen befragt.

Rund ein Drittel der deutschen Konsumenten weisen eine hohe Markenaffinität auf, 44,4% sind zumindest teilweise markenaffin. Männer ist die Marke grundsätzlich etwas wichtiger als Frauen. Rund 80% der Konsumenten beziehen ihre Markenprodukte im Handel – stationär oder online. Bei Konsumenten mit hoher Markenaffinität können allerdings stärker die Hersteller punkten, denn diese Zielgruppe kauft lieber direkt dort. Dieses Ergebnis ist insbesondere vor dem Hintergrund interessant, wenn Hersteller ins eCommerce einsteigen. Rund 43% der markenaffinen Käufer kaufen ihre Produkte direkt in den Online-Markenshops der Hersteller. Immerhin knapp 38% gehen in den stationären Laden der Hersteller. Für Lars Rabe, Director European Retail Practice bei Demandware, entwickelt sich der Online-Shop, insbesondere bei Anbietern im Mode- und Lifestylesegment daher „zunehmend zum größten Flagshipstore im Vergleich zu allen anderen Absatzkanälen.“

Als Grund für den Kauf im herstellereigenen Onlineshop nannten die Befragten die hohe Verfügbarkeit von Produktinformationen. Mehr als die Hälfte der markenaffinen Käufer bewerten die Informationen des Herstellers als ausführlicher als bei Multimarken-Händler. Weiter schätzen die Konsumenten den Service beim Hersteller. Bei weniger markenaffinen Konsumenten nimmt dagegen die Markenauswahl und –vielfalt einen größeren Stellenwert ein.

Key Findings aus der ECC-Studie: Cross-Channel beim Kauf von Markenartikeln – Wie Konsumenten Kanäle kombinieren

Graphik: ECC am IFH Köln