Noch keine Frühlingsgefühle: Der Münchener Kaufhauskonzern zeigt sich im ersten Quartal recht wetterfühlig und muss wegen des kalten Wetters einen deutlichen Umsatzeinbruch hinnehmen. Obwohl dies den Einstieg in die Frühlingssaison verdarb, zeigt sich die Geschäftsführung trotzdem zufrieden mit der Entwicklung.

Ludwig Beck-Haus München

Ludwig Beck zeigte sich von Januar bis März nicht wetterresistent. Das soll sich aber ändern

Die Ludwig Beck AG erzielte im ersten Quartal 2013 (Stichtag: 31. März) einen Bruttoumsatz von 21,3 Mio. Euro. Nach 22,9 Mio. Euro im Vorjahr waren das knapp 7% weniger. Neben dem schlechten, kalten Wetter, das den Einstieg ins Frühlingsgeschäft „deutlich verdarb“, machte sich außerdem das Fehlen von zwei Verkaufstagen und der im Juni 2012 veräußerte Esprit-Filiale im OEZ bemerkbar, teilte der Konzern mit. Dagegen entwickelte sich der im Dezember gelaunchte Beauty-Onlineshop besser als erwartet.

Auch im Ergebnis spiegelte sich die schlechte Witterung wieder. Zusätzlich schlugen Anlaufkosten für die neu gegründete ludwigbeck.de GmbH zu Buche. Der Nettorohertrag sank von 9,4 Mio. Euro auf 8,8 Mio. Euro. Das EBIT fiel von 1,8 Mio. auf 1,0 Mio. Euro, der Periodengewinn war mit 0,4 Mio. Euro weniger als halb so groß wie im Vorjahr (0,9 Mio. Euro). Dennoch zeigt sich das Management mit der Entwicklung im Großen und Ganzen „sehr zufrieden“: Die Entwicklung gäbe den „typischen Ergebniszyklus des Einzelhandels“ wider und läge „im Plankorridor der Gesellschaft“.

Jetzt hofft man auf besseres Wetter und eine stabile Konsumstimmung. „Wir sind für 2013 gut aufgestellt und vertrauen, wie auch in der Vergangenheit, unserer eigenen Firmendynamik. Eine ungünstige Witterung wird uns nicht von unserem Kurs abbringen“ so Dieter Münch, Vorstand der Ludwig Beck AG. Er rechnet mit einem filialbereinigtem Umsatzwachstum von 4 bis 6% und einen Ergebnis vor Steuern zwischen 11 Mio. und 13 Mio. Euro.

Foto: Ludwig Beck