Kontrastreicher Auftakt der Schauen bei der MBFW Berlin
Von weiblich-eleganter Linienführung bei Perret Schaad bis hin zu frechen Punk-Looks bei Lena Hoschek: Der erste Tag der Schauen bei der Mercedes Benz Fashion Week Berlin gaben einen ersten Einblick in die Modetrends für die Herbst/Wintersaison 2013/14.
Den Auftakt machte Hien Le. Er zeigte Farbverläufe, die von den Malereien des Künstlers Mark Rothko inspiriert sind. Der Designer eröffnete die Berlin Fashion Week mit dem Motto „We see what we want!“. Wie Rebekka Ruétz zeigte auch Hien Le sowohl lässige als auch elegante Looks. Für den Designer typisch, zeigte auch seine Herbst/Winterkollektion 2013 minimalistisch geschnittene Kleider mit romantischen Farbverläufen von Taubenblau bis hin zu Sandfarben. Neben Seidenkleidern präsentierte Hien Le aber auch schlichte Jogginghosen, Bomberjacken sowie plissierte Faltenröcke.
Hien Le
Hien Le
Hien Le
Johanna Perret und Tutia Schaad zeigten mit ihrer Herbst/Winterkollektion 2013/14 für Perret Schaad außergewöhnliche Kontraste kombiniert mit kräftigen Winter-Farben wie Feuerrot, Regengrau und Tannengrün. Bei dem Print handelte es sich um Papierskulpturen des Künstlers Peter Jap Lim, die auf den Stoff aufdruckt waren. Die Schnitte waren häufig asymmetrisch, es wurden aber auch kantige Looks präsentiert.
Perret Schaad
Perret Schaad
Perret Schaad
Bei Rebekka Ruétz stachen vor allem dunkle Farbtöne wie Schwarz, Dunkelblau und Dunkelbraun hervor. Die Looks waren lässig und locker. Weite Sweater oder Blazer wurden zu Hosen, langen Röcken sowie Mid-Röcken in A-Linie getragen. Neben dunklen Farben fanden aber auch Weiß, Beige und Orange ihren Platz in der Herbst/Winterkollektion 2013/14 der Designerin.
Rebekka Ruétz
Rebekka Ruétz
Rebekka Ruétz
Kontrastreich war es auch bei Lena Hoschek. Hier traf Folklore auf Punk. Für florale Kleider mit schmaler Taille und weit schwingenden Röcken bekannt, zeigte die Designerin aus Österreich bei ihrer Herbst/Winterkollektion 2013 auch freche Punk-Looks. Dabei wurden hohe Schnürstiefel und löchrige Strumpfhosen mit Röcken und Kleidern kombiniert. Kleider mit Rosenprint gaben der Kollektion einen romantisch-eleganten Touch und zeigen die gegensätzlichen Inspirationen.
Lena Hoschek
Lena Hoschek
Lena Hoschek
Das DfT-Nachwuchstalent Leandro Cano ließ sich für seine erste große Kollektion von der weißen Armee „Ánimas“ inspirieren und zeigte Mut zu Ungewöhnlichem. Leichenblasse Models mit geglätteten Haaren trugen ausufernden Fake-Fur, opulenten Grobstrick in Wollweiß oder Bourdeaux, transparentes Plastik, bedrucktes Kunstleder. Unnatürliche Wölbungen an Po, Hüften, den Unterschenkeln, Ellen und Schultern, schmale Lederröcke und kantige Capes verstärkten das Künstlerisch-Animalische seiner Kollektion. Ein farbiges, keramikblütenverziertes Hochzeitskleid mit großem Reifrock bildete den Höhepunkt.
Leandro Cano
Leandro Cano
Leandro Cano
Kilian Kerner, der bereits zum zehnten Mal auf der MBFW Berlin dabei war, präsentierte dagegen eine sehr tragbare, fast schon unaufregende Kollektion. Strick in gedeckten Off-Farben, kombiniert mit schmalen Hosen oder solo als enges Kleid, leiteten die Saison ein. Mutiger wurden dann Abendkleider mit ausladenden Drappierungen und kantige Blazer und Kleider aus milchfarbenen Plastik. Aber Kerner kann auch Red-Carpet wie er mit eleganten, goldfarbenen Paillettenkleidern unter Beweis stellte. Sein Abschied war durchaus bewegend: Sichtlich erleichtert von der Anspannung zuvor stürmte er mit Models und dem Sänger der Live-Band auf den Catwalk, wo er länger als üblich verweilte und in der Sympathie des Publikums schwelgte.
Kilian Kerner
Kilian Kerner
Kilian Kerner
Fotos: Mercedes-Benz Fashion Week Berlin / Peek & Cloppenburg Designers for Tomorrow







Kommentare
Keine Kommentare bisher.