Kilian Kerner bringt sein Label an die Börse
Berliner Erfolgsgeschichte - Vom Jungdesigner zum Millionär: Das wohl längst dem Jungdesigner-Status entwachsene Modelabel hat sich in der letzten Woche erfolgreich im Entry Standard der Deutschen Börse platziert. Nun steht die große Internationalisierung an.
Kilian Kerner: Berliner Erfolgsmärchen mit Börsenlisting
Als das Berliner Modelabel Kilian Kerner Ende 2010 einen Investor an Bord holte, hatte man es schon ahnen können, wenn es hieß, man wolle dem Designer helfen „die nächste Ebene“ zu erreichen. Nach einer Jerseykollektion, der Umwandlung in eine AG und der Eröffnung eigener Läden in Berlin und Wiesbaden stand am vergangenen Freitag das Börsendebut auf dem Plan. Die Kilian Kerner AG ist nun im Entry Standard der Deutschen Börse gelistet (ISIN: DE000A1H33L1) und konnte am ersten Handelstag bereits ein Plus von 2,34 Euro um 6% auf 2,48 Euro verzeichnen.
Die Wachstumsstory ist auch überzeugend: Nachdem sich Kilian Kerner am deutschen Markt etabliert hat, avanciert das Talent auch international zum gefragten Designer. In der Saison H/W 2012/13 konnte das Label einen großen Zuwachs an Neukunden verzeichnen. Mittlerweile werden seine Kollektionen in zehn Ländern verkauft. Verstärkt wurde nun insbesondere der Vertrieb in Großbritannien. Die internationale Expansion wurde im Vorfeld des Börsenlistings mit einer Kapitalerhöhung von rund 1 Mio. Euro unterstützt. „Das Unternehmen wandelt sich gegenwärtig vom kleinen angesagten Berliner Modelabel zu einem international agierenden Player der Modeszene. Durch das Listing haben unsere Aktionäre die Chance, bereits in einer frühen Phase an dieser dynamischen Entwicklung teilzuhaben“, erklärt Dr. Mario Windisch, Vorstandsvorsitzender der Kilian Kerner AG (und Vorstand des Hauptinvestors Asset Wealth Concepts AG(Morton Towers).
Der Designer selbst behält selbst 21,59% des Unternehmens und hat sich freiwillig einer dreijährigen Veräußerungssperre unterzogen und glaubt fest an den Erfolg seines Unternehmens. Allerdings steht er mit dem Börsengang weiter stark unter Druck, wie vor der Sommerkollektion 2011. Die entstand in einer Phase als er sich aufgrund seiner vielen Verpflichtungen „müde und taub“ und irgendwie ausgebrannt fühlte – seiner Kollektion tat das keinen Abbruch, sie war sehr gelungen.
Foto: Kilian Kerner / © Corina Lecca






Kommentare
Keine Kommentare bisher.