Das Unternehmen aus Westfalen beeindruckt mit Rekordumsätzen – und das trotz der Euro-Krise. Nach vorläufigen Zahlen liegt das Umsatzplus bei 13 Prozent. Auch im neuen Geschäftsjahr will das Unternehmen kräftig wachsen und weiter expandieren.

Gerry Weber hat den nächsten Umsatzrekord schon fest im Visier

Die Gerry Weber International AG knüpft mit dem vorläufigen Jahresergebnis 2010/11 (Stichtag: 31. Oktober) auf mehr als 700 Mio. Euro an die Serie von Erfolgsmeldungen der letzten Monate an. Das Unternehmen aus Halle/Westfalen scheint durch nichts zu stoppen zu sein: Nach 621,9 Mio. Euro im Vorjahr stieg der Umsatz um 13% auf 702,7 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich um knapp 20% auf 99,6 Mio. Euro. Trotz der Investitionen in diverse Neueröffnungen erhöhte sich die EBIT-Marge von 13,4% auf 14,2%. Auch im neuen Jahr plant Gerry Weber weiter auf der Überholspur zu operieren. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Umsatz auf 775 Mio. Euro, die EBIT-Marge auf 14,8% steigen. Dafür soll das Retail-Geschäft wie bisher weiter ausgebaut werden – mit 75 bis 85 neuen Houses of Gerry Weber, die Hälfte davon außerhalb Deutschlands.

Retail als Wachstumstreiber

Das Retailgeschäft erweist sich bei den Webers als krisenresistent: Der Umsatz mit in Eigenregie geführten Läden stieg um über 25% von 173,6 Mio. Euro auf 217,2 Mio. Euro. Der Anstieg ist nicht allein den 64 neu eröffneten Houses of Gerry Weber geschuldet, denn auch flächenbereinigt lag das Plus bei eindrucksvollen 7,7%. Aber auch das Wholesale-Geschäft soll nicht vernachlässigt werden, so soll die Zahl der Shop-in-Shops im laufenden Jahr um 200 auf 2.500 erhöht werden. Darunter befinden sich übrigens auch die ersten Shop-in-Shop-Flächen bei der US-Kaufhauskette Bloomingdale’s.