Endgültiger Schlussstrich: In dieser Woche schließen die drei letzten Filialen des hessischen Traditionshändlers. Der Insolvenzverwalterin war es nicht gelungen, die Häuser in Gelnhausen, Zwickau und Friedberg zu veräußern. Daher steht der Räumungsverkauf jetzt in den letzten Zügen.

Kaufhaus JOH Gelnhausen

Das Kaufhaus JOH in Gelnhausen wird wie die Häuser in Zwickau und Friedberg schließen

Am Abend des 18. September schließt die Kaufhauskette JOH nach einem Räumungsverkauf ihre letzten drei Filialen in Gelnhausen, Friedberg und Zwickau. Damit endet die 250-jährige Geschichte des hessischen Traditionsunternehmens endgültig. „Wir bedauern sehr, 
dass in wenigen Tagen JOH endgültig schließen wird und danken unseren Mitarbeitern und Kunden, als auch den Lieferanten, die 
uns bis zuletzt die Treue gehalten haben. Der hohe Kundenzuspruch und die enorme Loyalität unserer Mitarbeiter haben uns in 
dieser schwierigen Situation immer wieder Mut gemacht und uns angespornt“, so Geschäftsführer Peter Sudholt. Er zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis des Räumungsverkaufs, dessen Erlöse teilweise auch den Mitarbeitern zugute kommen.

Trotz intensiver Bemühungen durch die Insolvenzverwalterin Julia Kappel-Gnirs war es nicht gelungen, Investoren für die Standorte zu finden. Während die Filialen in Gotha und Saalfeld von der Unternehmensgruppe Moses-Leininger aus Bad Neuenahr übernommen wurden, scheiterte eine weitere Übernahme des Standortes in Zwickau an der Position des Vermieters.

Durch die Schließung der drei Häuser verlieren rund 135 Menschen ihren Arbeitsplatz. Zwar betonen Management und Insolvenzverwaltung, dass man sich um eine Anschlussnutzung der Standorte bemühe, jedoch liegt die Entscheidung darüber in den Händen der Vermieter und potentieller Investoren. „Wenn wir vermittelnd helfen können, werden wir dies gerne tun. Es besteht durchaus noch die berechtigte Hoffnung, 
dass an den verbliebenen JOH-Standorten etwas Neues beginnt“, so Sudholt.

Das Kaufhaus JOH hatte Anfang Mai einen Insolvenzantrag gestellt, weil die Umsätze aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs durch Online-Anbieter das Unternehmen in die finanzielle Schieflage gebracht hatte.