Schlanke Organisation, weniger Hierarchien: Der Essener Warenhauskonzern muss sparen und will mit weniger Personal effizienter werden. Entlassungen soll es nicht nur bei den einfachen Angestellten geben, sondern auch auf der mittleren Führungsebene.

Karstadt will auch im mittleren Management kürzen

Vor einer Woche hatte Karstadt angekündigt, bis Ende 2014 rund 2.000 Stellen abzubauen. Jetzt hat Personalchef Kai-Uwe Weitz die Pläne konkretisiert. Gegenüber der Wirtschaftswoche erklärte er, dass ein Ansatzpunkt für eine effizientere Personalstruktur insbesondere „die mittlere Managementebene“ sei. Langfristig soll es rund 100 Manager-Stellen weniger geben.

Für Irritationen bei der Gewerkschaft Ver.di sorgte er, indem er betriebsbedingte Kündigungen und Transfergesellschaften nicht ausschloss. Er betonte, dass der Personalabbau grundsätzlich „sozialverträglich“ erfolgen soll, aber wenn das nicht genüge, müsse man halt weiterdenken. Allerdings sollen „keine Rasenmäher-Methoden“ angewendet werrden. Dies widerspricht der offiziellen Ankündigung, wonach der Abbau von 2.000 Stellen in erster Linie durch das Nichtverlängern befristeter Verträge, Frühpensionierungen und freiwilliges Ausscheiden erreicht werden sollte.