Bye bye Prêt-à-porter: Der Pariser Designer macht ab sofort keine Ready-to-Wear-Kollektionen mehr. Er wolle sich ganz der Haute Couture und den Düften widmen. Doch steckt dahinter keine Spezialisierung sondern vielmehr der Versuch, wieder unternehmerisch auf die Beine zu kommen.

Gaultier für Lindex

Jetzt kann er sich mehr auf andere Projekte konzentrieren: Jean Paul Gaultier

Der französische Modemacher Jean Paul Gaultier sagt der Prêt-à-porter-Mode leise Good Bye. Auf der kommenden Gaultier-Show am 27. September 2014 wird der Designer zum letzten Mal seine Arbeiten während der Prêt-à-porter-Woche im Kino Grand Rex am Boulevard Poissonnière zeigen. In Zukunft werde sich der 62-Jährige mehr der Haute Couture, seinen Parfums und anderen interessanten Projekten widmen.

Doch der Abschied von der RTW-Mode zeigt auch, dass das Unternehmen Gaultier nicht gerade auf der Erfolgswelle schwimmt. Mit dem Einstampfen der Kollektionen müssen sich einige Mitarbeiter des Unternehmens Gaultier einen neuen Job suchen. Einmal mehr ist das ein Beweis für die Schwierigkeiten der kleinen und mittelständischen Marken, die gegen große Ketten oder den Online-Handel antreten müssen und meist den Kürzeren ziehen.

Warum nur?

Ein Grund für diese Entscheidung nennt Gaultier gegenüber der WWD. In einem Brief prangert wer die den immer schneller werdenden Rhythmus der Kollektionen an. Seine gestalterische Freiheit wurde dadurch immer eingeschränkter und es gab keine Zeit mehr, frisch Ideen fließen zu lassen. Haute Couture dagegen ließe ihm den Freiraum, den er zum Experimentieren brauche.

Foto: Gaultier