Die beiden großen Sporthandelsverbände blicken halbwegs zufrieden auf das Geschäftsjahr 2013 zurück. Während Intersport absolut ein kleines Plus verbuchen konnte, mussten die Partner von Sport 2000 einen Umsatzrückgang hinnehmen. Jetzt hofft man auf das neue Jahr.

Intersport Geschäft

Intersport wächst, muss flächenbereinigt aber Abstriche hinnehmen

Die Heilbronner Sportfachhandelsgruppe Intersport hat im Jahr 2013 ein Einzelhandelsvolumen von 2,79 Mrd. Euro erreicht. Absolut bedeutet das ein Umsatzplus von 1%. Flächenbereinigt lag das Ergebnis knapp unter dem Vorjahr. Insgesamt wuchs die Einzelhandelsfläche um 20.000 auf über eine Million Quadratmeter. In Deutschland gibt es 1.492 Verkaufsstellen, die von 981 Mitgliedern geführt werden. „2013 war sicher kein einfaches Jahr, aber wir haben uns hervorragend geschlagen“, fasst es Intersport-Vorstand Klaus Jost zusammen. Im Zuge des allgemeinen Gesundheitstrends entwickelten sich die Segmente Running (+12%), Fitness und Bade/Beach (jeweils +3%) recht positiv. Für einen großen Reibach fehlten allerdings Großereignisse. Ein zu kaltes und damit zu schwaches erstes Halbjahr und ein schleppendes Weihnachtsgeschäft machte es den Händlern zusätzlich schwer. Auf 2014 setzt man bei Intersport große Hoffnungen: Zum einen wegen der olympischen Winterspiele, der Fußball-WM in Brasilien sowie Jubiläen der Intersport-Eigenmarken. Außerdem soll es positive Impulse aus dem Multi-Channel-Geschäft und einer verstärkten Social-Media-Aktivität geben.

Sport 2000

Sport 2000

Der Außenumsatz von Sport 2000 ging in 2013 zurück

Für den Konkurrenten Sport 2000 war 2013 ebenfalls schwierig. Während der Mainhausener Verband seine Zentralregulierungsumsätze um 5,3% steigern konnte, sank der Außenumsatz der Mitglieder in Deutschland um 1,8% auf 1,55 Mrd. Euro. Vorstand Andreas Rudolf sieht auch hier das Problem von zu wenig Frequenz und Konsum in 2013 und verweist auf gravierende Veränderungen im Sport-Einzelhandel. Rudolf verweist in diesem Zusammenhang auf die aktuellen Absatzschwierigkeiten von Adidas oder die aus seiner Sicht gescheiterte selektive Vertriebsstrategie einiger Marken, die preisaggressive Onlineanbieter ausschalten sollte. Rudolf selbst schließt einen eigenen Onlinehandel für Sport 2000 weiter aus und setzt vielmehr darauf, dass das Internet eine Chance bietet, die Kunden ins Geschäft zu bringen.

Auch für Sport 2000 soll 2014 ein gutes Jahr werden, zum einen weil die Skisaison noch nicht zu Ende ist und zum anderen weil auch die Mainhausener große Hoffnungen auf die Fußball-WM setzen. Insgesamt wäre ein Umsatzplus von 3% realistisch.

Fotos: Intersport / Sport 2000