Handel sträubt sich gegen Preiserhöhungen
Die deutsche Modeindustrie will Preiserhöhungen auf den Handel abwälzen, aber der will die Preissteigerungen nicht mittragen. Wer zieht nun den Kürzeren? Egal wie - der Endkonsument bekommt die Teuerung erst 2013 zu spüren.
Wer trägt die Preiserhöhungen der Modeindustrie?
Auf der gestrigen Pressekonferenz des Modeverbandes GermanFashion kündigte Verbandspräsident Gerd Oliver Seidensticker an, dass die Hersteller im aktuellen Jahr die Preise erhöhen werden müssen. „Wir rechnen für 2012 für Preissteigerungen von etwa 5 Prozent“, kündigte er an. Grund dafür seien steigende Produktions- und Lohnkosten in den Beschaffungsmärkten. Die klassischen Billiglohnländer in Fernost, wo viele deutsche Hersteller fertigen lassen, seien eben nicht mehr so billig. Auch dort nimmt der Wohlstand zu und die Nachfrage nach guten Arbeitskräften steigt.
Der Handelsverband BTE wettert dagegen: „Wir können im Einzelhandel nicht einfach immer mehr Preiserhöhungen gegenüber den Kunden durchsetzen“, so der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Siegfried Jacobs. Auch der Handel selbst könne die Preiserhöhung nicht tragen, da die Preise bereits im vergangenen Jahr um 5% gestiegen sind und oftmals vom Handel kompensiert wurden. Außerdem hat der Handel aufgrund der ungünstigen Wetterlage ohnehin mit sinkenden Margen zu kämpfen. Jacob rechnet damit, dass es „harte Preisverhandlungen mit der Industrie“ geben wird. Wer sich dort durchsetzen wird, bleibt ungewiss… der Verbraucher würde die Erhöhungen ohnehin erst 2013 zu spüren bekommen.
Foto: Euroshop





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