Globetrotter trottet nur noch
Auf der Bremse: Der Hamburger Outdoor-Händler wächst nicht mehr wie in den vergangenen Jahren und will sein Expansionstempo nun den veränderten Marktbedingungen anpassen. Der Stuttgarter Store soll vorerst die letzte Neueröffnung sein.
Nach sieben Erlebnisfilialen ist das Ende der Fahnenstange für gesundes Wachstum in Deutschland erreicht
Die Goldgräberstimmung für Outdoor ist vorbei, der Markt größtenteils gesättigt und gut besetzt mit verschiedenen Playern, die ihren Anteil vom rund 2 Mrd. Euro großen Kuchen haben wollen. Die Globetrotter Ausrüstung GmbH konnte in den letzten Jahren massiv von der Aufbruchsstimmung in dem Segment profitieren und fuhr zweistellige Wachstumszahlen ein. 2011 soll das Unternehmen um 11% gewachsen sein.
Thomas Lipke: Die Erwartungen wieder auf ein vernünftiges Maß herunterschrauben
Damit ist es jetzt aber vorbei: „Wir rechnen jetzt mit einem Wachstum von zwei bis vier Prozent“, erklärte der Geschäftsführer Thomas Lipke in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS). Der Markt habe sich nicht wie gewünscht entwickelt, Outdoor sei immer noch eine Nische und alle müssten ihre Erwartungen wieder auf ein vernünftiges Maß zurückschrauben.
Gleichzeitig erklärte Lipke, dass er nicht plant weitere Filialen in Deutschland zu eröffnen. Die geplante Eröffnung des Stuttgarter Hauses in 2014 soll der letzte große Standort sein, den das Handelshaus eröffnen will. Weitere Standorte hätten kaum eine Perspektive, da die Konkurrenz zu groß sei. Aktuell betreibt Globetrotter sechs Standorte bzw. Erlebnisfilialen, wie sie das Unternehmen selbst nennt, in Hamburg, Berlin, Dresden, Köln, Bonn, Frankfurt und München. Darüber hinaus gibt es einen Standort in Torfhaus, zwei Outlets in Bonn und Frankfurt und einen Jack Wolfskin Store in Hamburg.






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