Gerry Weber tritt auf der Stelle
Stabil: Der Modekonzern aus Halle/Westfalen kann im Geschäftsjahr 2013/14 lediglich ein Umsatzpari verbuchen. Immerhin verbessert sich die Profitabilität trotzdem.
Gerry Weber litt wie viele andere deutsche Modehändler unter witterungsbedingter Kaufzurückhaltung
Die Gerry Weber International AG im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 (November 2013 bis Oktober 2014) einen Umsatz von 852,1 Mio. Euro erlöst und damit fast exakt genauso viel umgesetzt wie im Jahr zuvor (852,0 Mio. Euro). Das Retail-Segment entwickelte sich dabei mit einem Umsatzplus von 11,3% auf 404,9 Mio. Euro recht solide. Dabei trugen nicht nur die Neueröffnungen zum Umsatzplus bei sondern auch das Umsatzwachstum auf vergleichbarer Fläche (1,9%). Damit lief es für die Westfalen etwas besser als für den deutschen Modehandel, der 2014 aufgrund schwieriger Rahmenbedingungen – einen verregneten Sommer, einen zu warmen Herbst sowie wirtschaftliche Unsicherheit wegen politischer Krisen – sogar ein durchschnittliches Minus von 3% hinnehmen musste. All diese Faktoren spielten aber auch ins Wholesale-Geschäft, das mit einem Rückgang von 8,4% auf 447,2 Mio. Euro deutlich hinter den eigenen Erwartungen lag. Insgesamt verschob sich die Gewichtung Retail-Wholesale zugunsten des Retailbereichs von 42,7 auf 47,5%. Die Zahl der Retailflächen stieg von 701 auf 778.
Nicht mehr Umsatz, aber mehr Gewinn
Trotz der nur stabilen Umsatzentwicklung konnte die Gerry Weber Gruppe ihre Profitabilität aufgrund eines strikten Kostenmanagements weiter verbessern. Die Rohertragsmarge stieg von 53,7% auf 57,4%. Das EBITDA lag mit 134,2 Mio. Euro mehr als 5% über dem Vorjahr. Die EBITDA-Marge verbesserte sich entsprechend von 15,0% auf 15,7%. Das EBIT konnte sich trotz erhöhter Abschreibungen in Höhe von rund 25 Mio. Euro auf 108,9 Mio. Euro verbessern (+2,9%).
Wie sich das laufende Jahr entwickeln wird, will die Gerry Weber Gruppe auf der Bilanzpressekonferenz am 16. Februar 2015 vorstellen. Bis dahin soll auch von kartellbehördlicher Seite entschieden worden sein, ob die Übernahme von Hallhuber genehmigt ist.







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