Neues Rekordjahr für Gerry Weber
Gewinn auf ganzer Linie: Dass der Modekonzern aus Halle im abgelaufenen Geschäftsjahr neue Umsatzhöhen erklimmt, stand ja außer Zweifel. Trotz rasanter Retailexpansion und der Übernahme von Don Gil und Wissmach konnte das Unternehmen auch das operative Ergebnis deutlich steigern.
Immer noch auf der Überholspur: Gerry Weber verbucht ein erneutes Rekordjahr
Die Gerry Weber International AG hat nach vorläufigen Zahlen im letzten Geschäftsjahr 2011/12 (Stichtag: 31. Oktober) ihren Umsatz um 14,2% (oder knapp 100 Mio. Euro) auf 802,3 Mio. Euro steigern können. Die Marken Taifun und Samoon by Gerry Weber verbuchten dabei Umsatzzuwächse von 21% bzw. 12%, teilte das Unternehmen mit.
Für das Errreichen des neuerlichen Rekordumsatzes spielte den Westfalen die Übernahme von Don Gil in Österreich und Wissmann in Deutschland sowie 25 vormals in Franchise geführten Häusern in den Niederlanden in die Hände, die den Retail-Umsatz deutlich ankurbelten. Darüber hinaus wurde die Retail-Expansion im In- und Ausland mit zahlreichen Neueröffnungen (u.a. in Polen, Spanien und Großbritannien) vorangetrieben. Die Zahl der in Eigenregie geführten Houses of Gerry Weber und anderer Monolabel-Stores verdoppelte sich binnen eines Jahres von 235 auf rund 490 Geschäfte. Trotz dieser Retail-Investitionen und einmaliger Anlaufkosten konnte Gerry Weber das operative Ergebnis (EBIT) von 99,6 Mio. Euro um 16,4% auf 115,9 Mio. Euro steigern. Entsprechend erhöhte sich die EBIT-Marge von 14,2% auf 14,5%.
Für das laufende Geschäftsjahr 2012/13 wurde das Umsatzziel zwischen 890 und 900 Mio. Euro ausgegeben, was wiederum einem zweistelligen Anstieg entspräche. Dabei steht weiterhin profitables Wachstum im Vordergrund. Das EBIT soll sich im laufenden Jahr zwischen 131 und 135 Mio. Euro belaufen. Umsatz- und Ertragstreiber soll erneut das Retail-Geschäft sein. Es sind weitere 65 bis 75 Neueröffnungen, vornehmlich im Ausland, vorgesehen. Darüber hinaus soll das Wholesale-Geschäft mit Vertriebspartnern in Russland, dem Mittleren Osten, Skandinavien und Nordamerika weiter vorangetrieben werden.







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