Im Westen nichts Neues, oder genauer: bei Weber nichts Neues. Das erste Quartal verlief für die Modegruppe aus Westfalen mit einem kräftigen Plus bei den Umsätzen und den Ergebnissen erneut hervorragend. Zukünftig will der Konzern sich stärker international positionieren.

Gerry Weber Kampagne SS2011

Gerry Weber Gruppe: Gut ins neue Geschäftsjahr gestartet

Die Gerry Weber Gruppe hat im ersten Quartal (1. November 2010 bis 31. Januar 2011) kräftig zugelegt und neue Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis erzielt. Mit 153,3 Mio. Euro lagen die Konzernumsätze um 9,8% über dem Vorjahr. Großen Anteil am Wachstum hatte erneut das Retail-Geschäft, dessen Erlöse sich von 39 Mio. Euro um 26,8% auf 49,4 Mio. Euro verbesserten. Das Wholesale-Geschäft verbuchte mit einem Vororderplus von 8,5% bei allen drei Marken (Gerry Weber, Samoon und Taifun) einen Umsatz in Höhe von 108,5 Mio. Euro. Die Kollektionen zur Herbst/Winter-Saison verkaufen sich ausgezeichnet, daher rechnet die Gruppe mit einem weiteren Umsatzanstieg im laufenden Jahr.

Die Umsatzsteigerung ging mit einer kräftigen Renditesteigerung einher. Das EBITDA erhöhte sich um 15,3% auf 16 Mio. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 15,5 Mio. Euro 18,5% über dem Vorjahr. EBIT-Marge verbesserte sich somit von 9,4% auf 10,1%. Der Quartalsüberschuss belief sich auf 9,8 Mio. Euro, was einem Zuschlag von 22,3% im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutet.

Prognose bestätigt

Insgesamt sieht sich die Gerry Weber International AG mit diesen Zahlen in ihrer Umsatz- und Ertragsprognose für das Gesamtjahr bestätigt. Demnach rechnet die Gruppe mit einem Umsatzplus von 10% auf 700 Mio. Euro und einer EBIT-Marge von 14,0%. Dabei spielt der Ausbau des Retailgeschäfts eine wichtige Rolle: „Unsere eigenen Stores sind der Antriebsmotor für unser hohes Wachstumstempo. Daher werden wir unseren Weg der Vertikalisierung konsequent fortsetzen“, versprach der Vorstandsvorsitzende Gerhard Weber. Insgesamt sollen 65 bis 75 eigene Houses of Gerry Weber und noch einmal die gleiche Zahl an Franchise-Stores eröffnent werden. Der Fokus richtet sich dabei vor allem auf das europäische Ausland, genauer die Schweiz, Österreich, Dänemark, Großbritannien und Spanien. So soll auch die Zahl der Concessions-Flächen bei El Corte Ingés von derzeit 26 auf 40 ausgeweitet werden. Auch beim Wholesale-Geschäft soll der Exportanteil in den nächsten Jahren deutlich ausgebaut werden.

Foto: Gerry Weber AG