Gerry Weber überholt sich selbst
Weiter auf Wachstumskurs: Nach den Rekordzahlen im letzten Geschäftsjahr strebt der Womenswear-Spezialist auch im aktuellen neue Bestmarken an. Bereits nach dem ersten Quartal des aktuellen Jahres kann man darauf wetten, dass die 700 Mio. Euro-Marke geknackt wird.
Gerry Weber: Deutlich verjüngte Kollektionen kommen bei der Kundin gut an
Der Womenswear-Anbieter aus dem westfälischen Halle rechnet auch in den kommenden Jahren mit neuen Rekordumsätzen. Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert die Gerry Weber Gruppe, den Rekordumsatz aus 2009/10 in Höhe von 621,9 Mio. Euro erneut zu toppen und auf über 700 Mio. Euro zu steigern. Das wäre ein Plus von mehr als 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und rund 10 Mio. Euro mehr als man noch Mitte Januar angenommen hatte. Auch für die kommenden zwei bis drei Geschäftsjahre geht der Konzern von einem zweistelligen Umsatzplus aus. Der Vorstandsvorsitzende Gerhard Weber erntet jetzt die Früchte der Modernisierung der Kollektionen und des Ausbaus des Retailgeschäfts: „Den Vorsprung vor unseren Wettbewerbern bauen wir kontinuierlich aus und sind optimal aufgestellt, um unsere Wachstumsziele zu erreichen“, erklärte er.
In der Tat hat die Modernisierung der Marken Gerry Weber, Taifun und Samoon den Geschmack der immer internationaler werdenden Kundin getroffen. Alle drei Marken erhielten über die letzten Jahren eine schickere und jüngere Handschrift. „Wir haben unsere Kollektionen nicht nur verjüngt, sondern den Bedürfnissen des Handels entsprechend auch deutlich verkleinert“, erklärte Weber. „Durch den Einsatz hochwertiger Materialien wie Kaschmir und Leder haben wir die Kollektionen zudem internationaler ausgerichtet und treffen damit den Geschmack der Kundin, die ausgezeichnete Qualität und ein modernes Design will.“
Auch bei der Expansion lässt der Konzern keine Ruhepausen zu. Im laufenden Jahr soll die Zahl der Houses of Gerry Weber um 65 bis 75 neue eigene Stores und mindestens 60 Franchise-Stores erhöht werden. Insbesondere in der Schweiz, Österreich, Dänemark, Großbritannien und Spanien sind neue Houses of Gerry Weber geplant. Überdies soll die Zahl der Shop-in-Shops um 200 erhöht werden und die Zusammenarbeit mit den Händlern über Vertrauenslimits verbessert werden. Deutliche Zuwachsraten verspricht sich Gerry Weber auch vom eigenen eShop.
Im Geschäftsjahr 2009/10 legten die Umsätze um 4,7% auf 621,9 Mio. Euro zu, wobei die über 400 in Fremd- und Eigenregie geführten Geschäfte für die stärksten Zuwachsraten sorgten. Der operative Gewinn kletterte um 16,9% auf 83,3 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss stieg von 43 auf 54 Mio. Euro.







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