Gerhard Wöhrl übernimmt Modehaus komplett
Der Sohn und Mehrheitseigner Gerhard Wöhrl übernimmt die verbliebenen Anteile seines Bruders Hans Rudolf Wöhrl am gleichnamigen Unternehmen. Hans Rudolf Wöhrl tummelt sich ohnehin mehr in der Luftfahrt und ist überdies stark beim Münchner Kaufhaus Ludwig Beck investiert.
Wöhrl ist jetzt zu 100 Prozent in der Hand von Gerhard Wöhrl
Seit dem 1. März ist Gerhard Wöhrl alleiniger Eigentümer der Rudolf Wöhrl AG. Der Sohn des Unternehmensgründers und bis dato mit 70 Prozent Mehrheitsanteilseigner hat die verbleibenden 30 Prozent am Unternehmen von seinem Bruder Hans Rudolf Wöhrl übernommen. Ein entsprechender Vertrag wurde bereits im Januar 2011 geschlossen. Über den Kaufpreis wurden keine Informationen bekannt gegeben.
Gerhard Wöhrl hat die in 2009 begonnenen Restrukturierungsmaßnahmen des Modefilialisten imitiert und unterstützt sowie Marcus Kossendey, den ehemaligen Generalbevollmächtigten von P&C, zum CEO der Handelsgruppe gemacht. Nach der vorliegenden Meldung zeigen die in allen Bereichen angestoßenen und verabschiedeten Maßnahmen zur Neuausrichtung „bereits sichtbare Erfolge“ und sollen auch im neuen Geschäftsjahr weiter fortgesetzt werden. Weiter heißt es, dass der Vorstand und die Mitarbeiter die neue Gesellschafterstruktur ausdrücklich begrüßen und die Rudolf Wöhrl AG ein Familienunternehmen bleiben wird.
Hans Rudolf Wöhrl dagegen fokussiert sich erneut auf die Lufttransportbranche. Nach lukrativen Anteilsverkäufen der Fluggesellschaften dba und LTU, kündigte der Unternehmer kürzlich an, eine neue Fluggesellschaft unter dem Namen flynext zu gründen. Über seine Beteiligungsgesellschaften hält er überdies rund 70% an der Münchner Ludwig Beck AG (INTRO-Verwaltungs GmbH: 49,2%, Hans Rudolf Wöhrl Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG: 21,0%), wo sein Sohn Christian Greiner (32) seit 1. Januar 2011 als Chief Operating Officer die Bereiche Einkauf, Verkauf und Marketing verantwortet.
Aktuell betreibt die Wöhrl Gruppe 40 Standorte in Deutschland mit über 2.625 Beschäftigten. Im Geschäftsjahr 2009/10 setzte das Unternehmen rund 362 Mio. Euro um.
Foto: via flickr/gynti_46


Super, das bedeuted jetzt wohl das baldige Ende der Modehauskette.
Aber wahrscheinlich ist Herrn Gehard Wöhrl und Herrn Kossendey das ja egal.
Hans Rudolf wird uns schon den Arsch retten wenn`s brennt.
Bleibt abzuwarten…