Deutschlands Kaufkraft stagniert
Doch kein Aufschwung? Die aktuellen RegioData Kaufkraftkennziffern 2010 für Deutschland belegen, dass die Krise auch die Konsumenten erreicht hat. Während die durchnittliche Kaufkraft der Deutschen 2009 noch etwa um 0,4% stieg, prognostiziert RegioData für 2010 eine stagnierende Pro-Kopf-Kaufkraft.
Laut Statistik ruht sich die Kaufkraft in Deutschland gerade ein wenig aus
Die Kaufkraft in Deutschland pausiert und liegt wie im Vorjahr bei jährlich etwa 17.650 Euro pro Einwohner. Außerdem ist regional sehr unterschiedlich, wobei das Ost-West-Gefälle nach wie vor deutlich besteht. Das zeigen auch die Bundesländergebnisse aus der aktuellen RegioData Erhebung. Während die Top-Plätze von Hamburg, Baden-Württemberg, Bayern und Hessen belegt werden, rangieren am unteren Ende des Rankings die ehemaligen Ostländer Thüringen, Sachsen-Anhalt und als Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern. Der Unterschied zwischen dem reichsten und ärmsten Bundesland beträgt über 5.000 € beim verfügbaren Einkommen pro Einwohner und Jahr.
Die Top 10 Kreise liegen folglich allesamt in den alten Bundesländern. Führend ist der Landkreis Starnberg mit 150,5 Indexpunkten (DE=100) und einer pro-Kopf-Kaufkraft von 26.500 Euro. Es folgen der Hochtaunuskreis in Hessen mit 149,6 Indexpunkten und der Landkreis München (140,5 Indexpunkte). Die Kreise mit den geringsten Kaufkraftindizes sind Uecker-Ranow (71,4) und Demmin (72,4) in Mecklenburg-Vorpommern. Hier liegt das verfügbare Einkommen pro Einwohner fast 30% unter dem bundesdeutschen Schnitt. Allerdings konnten die Kreise in den neuen Bundesländern im vergangenen Jahr an Boden gutmachen, am Beispiel Demmin rund 1,5 Indexpunkte.
Foto: regiodata.eu



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