Deichmann wächst um 6 Prozent
Tausendsassa aus Essen! Das Schuhkarton-Filialist kann seine Marktführerschaft in 2014 weiter ausbauen und erreicht den höchsten Umsatz in der Firmengeschichte. Der deutsche Heimatmarkt ist und bleibt sehr wichtig.
Deichmann setzt seine Online-Offensive weiter fort und will weitere Blogger-Kollektionen wie hier mit Veronica Ferraro, lancieren
Die Deichmann Gruppe blickt auf ein Jahr der Rekorde zurück. Insgesamt verkaufte der Schuhhändler mit über 172 Mio. Paar Schuhen (Vorjahr: 167 Mio.) mehr als jemals zuvor und erlöste damit brutto 4,9 Mrd. Euro (netto 4,2 Mrd. Euro). Das währungsbereinigte Umsatzplus liegt mit 6% deutlich über dem Branchendurchschnitt. Flächenbereinigt war immerhin noch ein Plus von 2,1% drin. Die Zahl der Filialen wurde um 100 auf 3.600 Standorte erhöht.
Deutschland bleibt im Fokus
Mehr als ein Drittel der Filialen (1.363; +30) betreibt Deichmann in Deutschland, wo der Bruttoumsatz um 5,1% anstieg und in 2014 erstmals die 2 Mrd. Euro überschritt. Flächenbereinigt lag das Plus bei 3%. Über 75,2 Mio. Schuhpaare verkaufte Deichmann im Heimatmarkt. Insofern bleibt Deutschland trotz grundsätzlicher Sättigung auch in Zukunft der wichtigste Markt für den Schuhkonzern aus Essen. Netto sollen 2015 rund 40 neue Filialen entstehen und 70 Märkte modernisiert werden. Von dem 208 Mio. Euro schweren Investitionsbudget sollen dieses Jahr fast 79 Mio. Euro allein auf Deutschland entfallen. Das Geld soll neben der Filialerweiterung vor allem in die Logistik und IT fließen. Die Maßnahmen werden dabei allein „aus eigener Kraft, ohne Kredite und Börsengänge“ finanziert, heißt es aus dem Familienunternehmen.
Trendgespür und Omnichannel-Kompetenz sind die zwei Erfolgsfaktoren
Neben guten Kollektionen hätten auch die Omnichannel-Aktivitäten zum guten Abschneiden in 2014 beigetragen. Mittlerweile gibt es 19 Onlineshops, die durchweg zweistellig zulegen konnten, berichtet Heinrich Deichmann, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Deichmann SE. Neue Services wie „Click & Collect“ und „Ship2Home“ sowie der Verkauf über einen eBay-Markenshop sollen den Onlineansatz weiter voranbringen. „Für uns ist nicht entscheidend, welchen Umsatzanteil der einzelne Vertriebskanal hat, sondern dass der Kunde den Umsatz mit uns macht“, so Deichmann.
Auch international gut aufgestellt
59% des Gesamtumsatzes wurde im Ausland erlöst. Deichmann verkauft seine Schuhe in 23 europäischen Ländern und den USA. Dabei sieht das Unternehmen vor allem Wachstumspotential in vorhandenen Märkten, statt in neuen Märkten. „Natürlich untersuchen wir auch weitere potenzielle Märkte in neuen Ländern. Darüber reden wir dann, wenn es soweit ist. Wir planen aber auch internationales Wachstum mit anderen Formaten innerhalb der Unternehmensgruppe“, so Heinrich Deichmann.
Fotos: Deichmann








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