Neuer Umsatzrekord bei Deichmann
Der grüne Schuhfilialist kann an den Rekordumsatz aus 2010 anknüpfen. Die Gruppe verkauft rund 4 Millionen Paar Schuhe mehr und steigert den Umsatz trotz ungünstiger Wetterbedingungen, Wirtschaftskrise und steigenden Beschaffungskosten um 5 Prozent.
Deichmann verbucht trotz einiger Herausforderungen in 2011 erneut ein Umsatzplus
„Wir hoffen, dass wir unser Niveau halten können“, hatte Firmenchef Heinrich Deichmann Anfang 2011 gesagt – rund ein Jahr später wurden seine Erwartungen sogar übertroffen. Nachdem die Deichmann SE in 2010 einen Rekordumsatz von 3,93 Mio. Euro und das stärkste Wachstums seit der Wiedervereinigung verbucht hatte, kann der Konzern in 2011 den Umsatz erneut um 5% auf 4,13 Mrd. Euro steigern. Weltweit verkaufte das Unternehmen 156 Mio. Paar Schuhe, 4 Mio. mehr als im Vorjahr. Rund 56% des Umsatzes erlöst Deichmann mittlerweile außerhalb Deutschlands. In den 1.282 deutschen Filialen (92 davon Roland und MyShoes) wurden 1,82 Mrd. Euro (netto 1,53 Mrd. Euro) erlöst. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 3,2% (flächenbereinigt -0,4%), und dass obwohl 3% weniger Schuhe verkauft wurden.
Ein wetterfestes Konzept
Zum Unternehmensgewinn wurden keine konkreten Zahlen genannt, nur dass dieser „nach wie vor zufriedenstellend“ sei und man über ausreichend Mittel verfüge, auch weiterhin ohne externe Geldgeber zu wachsen. Mit solchen Ergebnissen hat sich Deichmann als „wetterfest“ und „krisenresistent“ behauptet: „War im Vorjahr der Temperaturverlauf geradezu idealtypisch, so gab es 2011 weder einen richtigen Sommer noch einen Winter. Hinzu kamen die deutlich gestiegenen Energiepreise und die ständige Diskussion über die Eurorettung. Während die Nachfrage in Deutschland durch einen stabilen Arbeitsmarkt gestützt wurde, war in Ländern wie Spanien, Portugal oder Großbritannien die Belastung der Konsumenten aber deutlich höher. Dementsprechend haben auch wir in Europa die Abkühlung des Konjunkturklimas natürlich gespürt“, fasst Heinrich Deichmann die Herausforderungen aus 2011 zusammen.
Investitionen für weiteres Wachstum
Für 2012 stehen die Verdichtung des Filialnetzes und der Ausbau der Logistik im Vordergrund, um weiter nachhaltig zu wachsen. Rund 202 Mio. Euro plant das Familienunternehmen dafür zu investieren. Aktuell sind für dieses Jahr netto 190 Neueröffnungen (davon 30 in Deutschland) geplant sowie ein neues Logistikzentrum in den Niederlanden und der Ausbau eines Lagers in der Slowakei. Weiterhin teilte das Essener Unternehmen mit neue Onlineshops in Schweden, Italien, Polen und der Türkei zu eröffnen und für den deutschen Markt eine mobile Anwendung in Planung.







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