Deichmann muss die Preise erhöhen
Kein Einstieg mehr für 14,95 Euro: Heinrich Deichmann, Chef der größten europäischen Schuhkette, erklärte in einem Interview mit dem Spiegel, dass sich die gesamte Branche auf höhere Preise einstellen muss. Gleichzeitig kündigte er an, im nächsten Jahr verstärkt nach Russland zu expandieren.
Die meisten Schuhe verkauft Deichmann in der Preislage 14,95 Euro – das könnte sich bald ändern
Go east: Deichmann will im kommenden Jahr sein Ladennetzwerk auch auf Russland ausdehnen
Schlechte Nachrichten für SchuhliebhaberInnen: Wegen der steigenden Rohstoffpreise und der immer höheren Lohnkosten in China, wo außer Deichmann auch zahlreiche andere Schuhhersteller fertigen lassen, werden die Einstiegspreislagen für Schuhe nach oben schnellen. Die Veränderungen in den Volksrepublik (und auch anderen fernöstlichen Schwellenländern) sind so drastisch, dass sich die ganze Branche und auch die deutschen Verbraucher auf höhere Preise einstellen müssen, erklärte Heinrich Deichmann, Geschäftsführerender Direktor des Essener Schuhhändlers, in der aktuellen Ausgabe des Wochenmagazins Der Spiegel. Dieses Jahr, in dem Deichmann sein 100. Jubiläum feiert, werde man aber die Preise noch stabil halten – zu Lasten der eigenen Marge.
Expansion nach Russland
Gleichzeitig kündigte der Deichmann-Chef an, im nächsten Jahr nach Russland zu expandieren. Fünf bis sieben neue Läden sollen in den russischen Metropolen Moskau und St. Petersburg eröffnen. Wenn diese gut anlaufen, hält Deichmann „in absehbarer Zeit“ sogar rund hundert Filialen für möglich.
Auf die Frage, ob er nicht wie andere Schuhhändler unter der Online-Konkurrenz durch Zalando & Co. leide, hat er nur ein müdes Lächeln übrig. Mittlerweile weiß er zwar, was Zalando ist (was vor einigen Jahren noch nicht der Fall war) und hält deren Geschäftsmodell für wenig überzeugend, weil die Berliner rote Zahlen schreiben – „92 Mio. Euro, wie man hört“. Der Deichmann-Onlineshop dagegen laufe gut.
Im Jahr 2012 setzte Deichmann 4,5 Mrd. Euro um, wovon 58% im Ausland erlöst wurden. Die Zahl der Filialen sollte in 2013 von 3.325 auf knapp 3.590 erhöht werden.







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