Der Schweizer Modediscounter plant, vier Filialen in Deutschland zu eröffnen. Man möchte so dem Einkaufstourismus der Schweizer Bevölkerung entgegentreten, der bereits jetzt in anderen Bereichen der Industrie die Umsätze schrumpfen lässt.

Ansage an Takko, NKD, KIK und Co.: Chicorée will’s auf dem deutschen Markt probieren

Das Schweizer Modeunternehmen Chicorée soll vier Standorte auf der deutschen Seite jenseits des Rheins in touristisch gut besuchten Gegenden planen. Der 1982 gegründete Modediscounter ist derzeit mit 187 Filialen in der Schweiz vertreten und hat bis jetzt noch keine Dependancen im Ausland.

Der offizielle Startschuss für die Deutschland-Expansion wurde zwar noch nicht gegeben, allerdings sind bereits vier Orte in der engeren Auswahl: Weil am Rhein, Konstanz sowie Jestetten und Waldshut. „Wir müssen die Kunden dort abholen, wo sie sind“, so Jörg Weber,  Geschäftsführender Gesellschafter von Chicorée. Er meint damit, dass wegen des starken Frankens immer mehr Schweizer in den grenznahen Gebieten einkaufen. Laut GfK soll bereits zehnte Franke außerhalb der eigenen Landesgrenzen in Deutschland, Österreich oder Frankreich ausgegeben werden – mit gravierenden Folgen für den eigenen Einzelhandel. Den schweizerischen Textilhandel trifft es mit einem Rückgang von 2,6% (zwischen Januar und September 2013) besonders stark.

Bei Chicorée merkt man von diesem Negativtrend noch nichts. Medienberichten zufolge lag der Umsatz bis Ende Oktober sogar 6% über dem Vorjahr.

Foto: Chicorée