Charles Vögele verliert, aber nicht mehr so viel
Raus aus der Schuldenfalle: Der Schweizer Modefilialist muss in 2013 zwar einen Umsatzrückgang hinnehmen, jedoch konnte der Abwärtstrend im zweiten Halbjahr gebremst werden. Der Konzernverlust und die Schuldenlast schrumpften merklich. 2014 wird sogar ein ausgeglichenes EBIT erwartet.
Die Charles Vögele Gruppe setzte im Geschäftsjahr netto 947 Mio. CHF (775 Mio. Euro) und damit 2,6% weniger als im Vorjahr um. Währungs- und flächenbereinigt betrug der Rückgang 2,5%. Dabei verlief das zweite Halbjahr mit einem Plus von 1,1% deutlich besser als die erste Jahreshälfte (-4,5%), die vom langen und kalten Winter geprägt war. Regional betrachtet entwickelten sich die Kernmärkte Deutschland und Schweiz jeweils -2% und die Niederlande mit -4% rückläufig, während Belgien und die CEE-Region (Österreich, Osteuropa) ein Nettoumsatzplus von 2,9% bzw. 0,7% verbuchen konnten. Darüber hinaus verbesserte sich die Umsatzqualität dank gezielter Preisnachlässe sowie Sortimentsverbesserungen, größerer Marktnähe und höherer Warenverfügbarkeit.
Im Zuge dessen erreichte die Charles Vögele Gruppe auch ein positives bereinigtes EBITDA in Höhe von 28 Mio. CHF (23 Mio. Euro). Das Betriebsergebnis (EBIT) wurde von -101 Mio. auf -22 Mio. CHF (18 Mio. Euro) gesenkt. Der Konzernverlust betrug mit -35 Mio. CHF nur noch rund ein Drittel des Vorjahresverlustes (-111 Mio. CHF). Die Nettoverschuldung konnte von 115 auf 89 Mio. CHF (73 Mio. Euro) gesenkt werden. Auch sonst geht es mit der Sanierung gut voran: Neben diversen Kosteneinsparungen ging der Rückzug aus unrentablen Märkten wie geplant voran: Der Rückzug aus Tschechien wurde bereits im Februar beendet, die letzte polnische Filiale soll in diesem Sommer schließen. Parallel trennte sich das Unternehmen auch von anderen unrentablen Filialen. Per Ende Dezember gab es 781 Filialen (31 weniger als im Vorjahr), davon 281 in Deutschland, 168 in der Schweiz, 191 in der CEE-Region und 141 in Benelux.
Für 2014 hofft die Gruppe auf einen Umsatz auf Vorjahresniveau und ein ausgeglichenes EBIT.
Foto: Charles Vögele








Kommentare
Keine Kommentare bisher.