Börsengang soll sich für Schiesser Gläubiger lohnen
Alles für die Quote: Durch den geplanten Börsengang des insolventen Unterwäscheherstellers sollen die Gläubiger mindestens 70 Prozent ihrer Forderungen erhalten. Angestrebt werde aber eine 100%-Quote.
Schiesser wurde 1875 von Jacques Schiesser gegründet und soll 2011 von Wolfgang Joop wiederbelebt werden
Der geplante Börsengang soll ausreichend Geld in die Kasse des Wäsche-Spezialisten aus Randolfzell spülen, um die Forderungen der Gläubiger zumindest zu 70% befriedigen zu können. Angestrebt wird allerdings ein Quote von 100%, bestätigte heute eine Unternehmenssprecherin. Mit diesem Versprechen wirbt der Insolvenzverwalter Volker Grub bei der Gläubigern um Zustimmung für die am 9. Dezember stattfindende Gläubigerversammlung. Grub gibt sich selbstsicher, dass er die erforderliche Zustimmung bekommen wird: „Ich habe nach den bisherigen Rückmeldungen aus den Gläubigerkreisen keinen Zweifel, dass wir die Zustimmung erreichen werden.“
Der Börsengang ist für das zweite Quartal 2011 anvisiert, wenn die Gläubiger den Insolvenzplan abnicken und Amtsgericht Konstanz das Insolvenzverfahren für beendet erklärt. Schiesser soll dann im regulierten Prime Standard an der Frankfurter Börse gelistet werden. Den Börsengang sollen laut Medienberichten die Equinet Bank und die BHF Bank begleiten. Die Kommunikation übernimmt MSL Financial.
Auch von Wolfgang Joop, einer der Köpfe hinter der Idee des Börsengangs, gibt es Neuigkeiten. Der Spiegel meldete in der neuen Ausgabe, dass der Berliner Designer bei Schiesser eine Beteiligung von 15% anstrebe. „Ich bin da nicht nur Berater, sondern will mit vollem Einsatz einsteigen“, erklärte Joop. Er stehe in den Startlöchern und will als Kreativdirektor endlich seine Ideen und seine „ganze Kraft“ in den Wäschekonzern einbringen.
Foto: Schiesser







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