Die Umsätze sinken weiter, die Gewinne auch: Der italienische Modekonzern scheint das Rezept, womit man mehr Kunden in den Kernmärkten in die Boutiquen lockt, noch nicht gefunden zu haben, und muss daher ein eher bescheidenes Auftaktquartal hinnehmen.

Benetton Swimwear 2011

Die Sommerkollektion von Benetton kam dieses Jahr besser an als in 2010

Von Januar bis März 2011 verbuchte die Benetton Group einen Umsatz von 453 Mio. Euro, was einem Verlust von 0,9% (währungsneutral -1,7%) entspricht. Im Apparel-Segment sank der Umsatz im Direct Sales Segment aufgrund der Schließung von unrentablen Stores in den USA, Japan und China um 4,7% auf 110 Mio. Euro, während im Wholesale-Segment nur ein Minus von 0,9% auf 316 Mio. Euro verzeichnet wurde. Regional macht sich die immer noch eher schwache Konsumneigung in den mediterranen Ländern bemerkbar, während es in Deutschland „positiv“ lief und in Russland sogar ein Zuwachs von 30% verbucht wurde. In Asien kletterten die Umsätze um 7% und in Amerika um 16%, was insbesondere auf die starken Expansionsinitiativen in Lateinamerika zurückgeführt werden konnte.

Unterm Strich schlugen nicht nur die Umsatzrückgänge durch, sondern auch die gestiegenen Beschaffungskosten für Baumwolle und andere Rohstoffe: So sank das operative bereinigte Ergebnis (EBIT) um 17,5% auf 34 Mio. Euro, während das Nettoeinkommen um knapp 4% auf 19 Mio. Euro nachgab.

Sehr verhaltener, unkonkreter Ausblick auf 2011

Für das laufende Geschäftsjahr ist Benetton vorsichtig optimistisch, da die Orders für die Frühjahr-/Sommerkollektionen besser liefen als im Jahr zuvor und auch die Herbst-/Winterkollektionen ebenfalls Wachstumsanzeichen zeigten. Während die westlichen Märkte stagnieren, konzentriert sich Benetton weiter auf die Entwicklungs- und Schwellenländer, in denen überproportionales Wachstum zu erwarten ist. Außerdem wird erwartet, dass weiterhin hohe Beschaffungskosten auf die Margen drücken.

Foto: Benetton