Regen, Kälte und fehlender Sonnenschein zermürben auch die Besten. Das Münchner Traditionskaufhaus muss in den ersten sechs Monaten ein leichtes Umsatzminus hinnehmen. Allerdings lag die Entwicklung trotz „klimatischer Unwägbarkeiten“ im Rahmen der Erwartungen.

Ludwig Beck zeigt sich zwar enttäuscht, aber gleichzeitig recht unbeeindruckt von der leichten Umsatzdelle im ersten Halbjahr

Ludwig Beck zeigt sich zwar enttäuscht, aber gleichzeitig recht unbeeindruckt von der leichten Umsatzdelle im ersten Halbjahr

Im ersten Halbjahr 2013 hat die Ludwig Beck AG 43,9 Mio. Euro umgesetzt und damit 2 Mio. Euro weniger umgesetzt als im Vorjahreshalbjahr, wo allerdings noch die mittlerweile veräußerte Esprit-Filiale eingerechnet wurde. Auf vergleichbarer Fläche betrug der Umsatzrückgang lediglich 0,9% (0,4 Mio. Euro). Damit liefen die Geschäfte der Münchner doch deutlich besser als beim deutschen Modehandel insgesamt, der das erste Halbjahr aufgrund des langen Winters, des kalten Frühjahrs und des späten Sommeranfangs mit einem Minus von durchschnittlich 3% beendete. Ludwig Beck erhielt darüber hinaus positive Umsatzimpulse von dem zum Ende des letzten Jahres gestartete Onlinegeschäft, dass sich als „absolut wetterfest“ erwies und die Erwartungen des Managements deutlich übertraf.

Auch die Ergebnissituation zeigte sich relativ unabhängig vom negativen Wettereinfluss. Der Nettorohertrag lag  mit 18,5 Mio. Euro nur leicht unter dem Vorjahr (19,3 Mio. Euro). Die Nettorohertragsmarge konnte konnte gegenüber dem Vorjahr sogar leicht auf 50,2% gesteigert werden. Die EBIT-Marge erreichte 8,2% gegenüber 11,8% im Vorjahr. Das EBIT lag allerdings mit 3,0 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 4,6 Mio. Euro. Das Periodenergebnis nach Minderheiten belief sich auf 1,3 Mio. Euro nach 2,4 Mio. in 2012.

Für die zweite Jahreshälfte sieht sich die Ludwig Beck AG so gut aufgestellt, dass man die unberechenbaren Wetterperioden aus eigener Kraft über Jahr gestehen kann, zumal das starke Weihnachtsgeschäft ja erst noch bevorsteht. „Wir kennen unsere Stärken“, so Vorstand Dieter. „Unsere Prognose hat Bestand. Für das laufende Geschäftsjahr streben wir ein Ergebnis vor Steuern zwischen 11,0 Mio. und 13,0 Mio. Euro an.“

Foto: Ludwig Beck