Das britische Modelabel will wieder schwarze Zahlen schreiben. Das neue Management will dazu das Profil schärfen und setzt dabei auf den Ausbau der Accessoiressparte.

Aquascuntum Krawatten - bald eigener starker Umsatzbringer

Die ersten großen (und positiven) Veränderungen beim Londoner Modehaus Aquascutum nach dem Einstieg von Jaeger stehen an. Belinda Earl, die sowohl CEO bei Jaeger und Aquascutum ist, plant dem 159 Jahren altem Luxusmodelabel wieder mehr Profil zu geben. Bereits die Ernennung von Joanna Sykes im letzten Monat war ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Neben dem Umbau ihrer zweitwichtigsten Absatzfläche, der Shop-in-Shop-Fläche im Londoner Tradionskaufhaus Harrods, plant Earl auch die Accessoiressparte wiederzubeleben. „Die Accessoires war unter dem bisherigen Management lizensiert und verfallen zum Ende des Jahres. Ab Anfang 2011 können wir dann unsere eigenen Accessoires entwickeln“ erklärt Belinda Earl ihren Plan. Eine ähnliche Strategie hat sich bei Jaeger bereits ausgezahlt. Earl plant, dass die Umsätze aus der Accessoiressparte innerhalb von 2 Jahren 10 Prozent zum Gesamtumsatz beitragen sollen -derzeit sind ist es rund 1 Prozent.
Überdies plant Aquascutum das Geschäft in Russland und in den USA weiter auszubauen.

Jaeger, das von Belinda Earl und Harold Tillman geführt wird, kaufte im September 2009 das finanziell angeschlagene Modelabel Aquascutum von dem japanischen Konzern Renown.