Mehr Umsatz, mehr Kunden, aber auch mehr Verlust: Der Haibacher Modefilialist kann sich im dritten Quartal über ein zweistelliges Umsatzwachstum freuen. Allerdings steht nach neun Monaten immer noch ein Minus von 11 Mio. Euro. Zum Jahresende will man finanziell zumindest in die Grauzone rücken.

Die Strategie mit Birgit Schrowange als Adler-Testimonial geht auf: Die Umsätze steigen

Die Adler Modemärkte AG konnte ihren Umsatz im dritten Quartal um 12,7% auf 111 Mio. Euro verbessern. Das Wachstum geht nicht nur auf neu eröffnete Modemärkte zurück, sondern auch auf ein erhöhtes flächenbereinigtes Plus von 0,7%. Gleichzeitig stieg die Kundefrequenz leicht an. Für die ersten neun Monate ergibt sich so ein Umsatzplus von 9,1% auf 343,7 Mio. Euro. Davon erzielte die Modekette über 81% im Kernmarkt Deutschland (279 Mio. Euro). 54 Mio. Euro entfielen auf Österreich und 3,3 Mio. Euro auf Luxemburg. Von Januar bis September erhöhte Adler das Filialnetz um netto sieben neue Märkte auf 168 Standorte (elf Neueröffnungen, fünf Schließungen). Im Oktober folgte dann der Markteintritt in die Schweiz. Damit halten die Haibacher weiter ihrer Strategie fest, nur mit profitablen Stores zu wachsen. Im Quartalsbericht wurde ausdrücklich betont, dass Adler nur an Märkten festhält, die nach einer Anlaufphase profitabel arbeiten, und dass eine Expansion aufgrund von “reinen Größenzielen” für das Unternehmen keine Option sei.

Hoffnungen auf einen starken Endspurt

Im dritten Quartal stieg das EBITDA deutlich an, lag jedoch bei den gesamten neun Monaten mit 3,8 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau. Der Konzernfehlbetrag rutschte von -6,7 Mio. Euro auf -11 Mio. Euro. Bis zum Jahresende geht Adler rechnet Adler mit einer deutlichen Verbesserung des EBITDAs. Neue Wintermode soll den Umsatz ankurbeln. Eingeleitete Kostensparmaßnahmen, keine weiteren Auslaufkosten und Veräußerungen nicht ins Portfolio passender Filialen sollen neben zweistelligen Umsatzzuwächsen ihren Beitrag leisten.

Foto: Adler (Screenshot aus einem Werbespot)