Adler kappt Gewinnprognose
Das Haibacher Modeunternehmen rechnet für 2010 trotz steigender Umsätze mit einem deutlich schwächeren EBITDA als im Vorjahr. In der Korrektur sind allerdings auch die Kosten des Börsengangs und die Übernahme der Wehmeyer-Filalen enthalten.
Adler Modemärkte: Beim Umsatz läuft's gut, aber der Gewinn sinkt
Die Adler Modemärkte AG bestätigt die Umsatzprognose für das laufende Jahr, reduziert aber die Gewinnerwartung deutlich nach unten. Auf Basis der aktuellen Novemberergebnisse rechnet das Haibacher Unternehmen weiterhin mit einem Umsatzwachstum von 7%. „Adler entwickelt sich derzeit besser als der Markt“, erklärt der Adler-Vorstandsvorsitzende Lothar Schäfer, „wir können uns aber von der derzeitigen Konsumzurückhaltung nicht abkoppeln.“
EBITDA liegt voraussichtlich 20% unter dem Vorjahr
Aufgrund des eher verhaltenen Winter- und Weihnachtsgeschäfts wird daher der Rohertrag niedriger ausfallen als ursprünglich geplant. Gegenüber dem Vorjahr erwartet der Vorstand daher ein rund 20% unter dem Vorjahr liegendes EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Im Jahr 2010 wurde das EBTIDA auf 37,8 Mio. Euro verdreifacht. Für das aktuelle Geschäftsjahr belasten einmalige Kosten für den im Juni erfolgten Börsengang sowie die Integration der übernommenen Wehmeyer-Filialen zusätzlich das Ergebnis.
Das Adler-Businessmodell funktioniert
Für das Jahr 2012 ist CEO Lothar Schäfer optimistisch. Aufgrund von günstiger werdenden Beschaffungskosten für die Winterkollektion 2012 können die Einstandspreise gesenkt werden. Außerdem wird der direkte Beschaffungsanteil in Asien weiter ausgebaut. Weiter erwarte Schäfer positive Impulse durch die Aufnahme von Fremdmarken ins Sortiment. Dies war in der Vergangenheit von der Einstiegszielgruppe über 45 Jahre gut angenommen worden. Auch die durchgeführten Umbauten und Modernisierungen der älteren Modemärkte haben zu deutlichen Umsatzverbesserungen geführt, so dass Schäfer davon ausgeht, auch in 2012 ein „deutlich positives“ Like-for-Like-Wachstum erreichen zu können. Darüber hinaus soll die Standortexpansion mit 20 neuen Modemärkten pro Jahr weiter forciert werden.
Foto: Adler







Umsatziel erreicht, Gewinnziel nicht erreicht. Wer plant bei Adler ? Noch vor zwei Wochen wurde behauptet, dass das Gewinnziel nur geringfügig unterschritten wird. Innerhalb von 2 Wochen merkt man plötzlich bei Adler, dass man das Ziel um mind. 20 % verfehlen wird ! Wem jetzt immer noch nicht dämmert, warum das Vorstandsmitglied für Finanzen Jochen Strack plötzlich das Unternehmen verlassen hat, dem ist nicht mehr zu helfen.