Adidas sucht Hainers Nachfolger
Auftakt zum Endspiel! Der bisherige Vorstandschef hat bis zu seinem Ausscheiden 2017 noch viel vor - dennoch wurde die Suche nach einem Nachfolger bereits jetzt gestartet.
Herber Hainer will Adidas vor seinem Absprung noch etwas trimmen
Eigentlich könnte Herbert Hainer momentan ganz zufrieden sein. Trotz enormer Kritik an seinem Führungsstil und der eher schlechten Performance des adidas Konzerns, kann er jetzt vermelden, dass Geschäft aktuell ganz passabel läuft. „Es besteht kein Zweifel: Wir erleben gerade einen erfolgreichen Start in das Jahr 2015“, schrieb Hainer jüngst in einem Mitarbeiterbrief. Er schreibt gleichzeitig, dass sich „der Aufsichtsrat nun sowohl mit einem internen als auch externen Kandidaten“ für seine Nachfolge befassen wird. Hainer reagiert damit auf Spekulationen bezüglich seiner vorzeitigen Ablösung, die mehrere Investoren gefordert hatten. Als interne Kandidaten werden sowohl Vertriebsvorstand Roland Auschel als auch Markenchef Eric Liedtke gehandelt.
Hainers Erbe: Eine Agenda voller Träume – oder mehr?
Die schlechte Entwicklung des Golf-Geschäfts, die massive Konkurrenz im US-Markt, wo Adidas nach Nike und Under Amour nur noch Nummer 3 ist, der Preisverfall in Russland, Umsatzrückgänge in der Golfregion waren nur einige der Themen, die Hainer in den letzten Monaten beschäftigten. Bislang stand der Aufsichtsrat immer hinter ihm und verlängerte vor knapp einem Jahr seinen Vorstandsvertrag bis 2017. Ob das immer noch der Fall ist, weiß man nicht, immerhin heißt es, dass man die kommenden Jahre für die bestmögliche Nachfolgeregelung nutzen will.
Doch Hainer legt nicht die Hände in den Schoß und wartet bis er abgesägt wird. Im Gegenteil er hat einen Strategieplan bis 2020 vorgelegt, der die Ambitionen des 61-Jährigen noch einmal deutlich macht. Der Konzernumsatz soll laut Informationen des Manager Magazins um über 5 Mrd. auf 20 Mrd. Euro steigen. 2014 lagen die Erlöse bei 14,8 Mrd. Euro und waren trotz der Fußball-WM lediglich um 0,3 Mrd. Euro bzw. um 2% gestiegen. Die Umsatzrendite soll um 10% zulegen. In den ersten drei Quartalen 2014 war sie dagegen um über 8% gesunken.







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