Adidas führt SMS-Hotline für Mitarbeiter ein
SMS an Adidas: Mitarbeiter von Zulieferern des Sportartikelherstellers haben die Möglichkeit, Beschwerden direkt per SMS an das Unternehmen zu senden. Dies soll direkte Kommunikation zwischen den Angestellten und dem Management vereinfachen und die Arbeitsbedingungen verbessern.
Adidas geht neue Wege, um die Arbeitsbedingungen in seinen Fabriken zu verbessern
Die erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in asiatischen Textilfabriken fordert ihr Tribut. Nach der Tragödie in Bangladesch testet Adidas in Indonesien einen neuen Service für die Mitarbeiter in seinen Zuliefererfabriken: eine SMS Hotline, über die die Beschäftigten sich direkt an das Management der jeweiligen Firma wenden können, falls ihnen Probleme auffallen oder sie sich gar in ihren Rechten beschnitten fühlen. Auch Adidas selbst hat Zugriff auf die Kurznachrichten und kann so direkt mit den Mitarbeitern in Kontakt treten sowie die Reaktion des Zulieferers nachverfolgen.
Der Service ist anonym und erhöht dadurch die Wahrscheinlichkeit, dass die Beschäftigten diesen auch tatsächlich nutzen. Dies erleichtert das schnelle Aufdecken möglicher Missstände, wodurch ordentliche Arbeitsbedingungen und Schutz am Arbeitsplatz gewährleistet werden sollen.
Nach China ist Indonesien der zweitwichtigste Zulieferer für Adidas. Da die Mehrheit der Indonesischen Mitarbeiter Mobiltelefone nutzen, war das Pilotprojekt einfach durchzuführen und wird laut Unternehmen gut angenommen. Einer Umfrage unter den Beschäftigten zufolge stellt der SMS-Service eine sinnvolle Ergänzung zu den sonstigen Kommunikationswegen zwischen Mitarbeitern und Management dar. Deshalb soll das Projekt nun auch auf vier weitere Fabriken des Sportkonzerns in Indonesien und eine weitere Vietnam ausgebreitet werden. Finanziert werden die Hotlines anteilig von der adidas Group und den jeweiligen Zulieferern.
Bild: Adidas







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