Bangladesch: Erneut Feuer in Textilfabrik
Schon wieder hat es in einer Fabrik für Textilien im südostasiatischen Staat gebrannt. Mindestens zehn Menschen sind dabei ums Leben gekommen, darunter soll auch der Geschäftsführer der Firma sein. Auslöser soll eine defekte Strickmaschine gewesen sein.
Erneuter Brand in Textilfabrik nahe Dhaka
Bei einem erneuten Brand in einer Textilfabrik nahe der bangladeschischen Hauptstadt Dhaka sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Auch der Geschäftsführer der Fabrik soll Opfer der Katastrophe geworden sein. Erst zehn Stunden nach dem Ausbruch konnte die Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle bringen, da es in dem Gebiet wenig Wasser gibt. Nach Angaben von Augenzeugen soll eine defekte Strickmaschine Grund für den Brand gewesen sein. Besagte Maschine soll in der Vergangenheit schon mehrfach in Brand geraten sein. Aber immer wieder konnte sie von Arbeitern selbst gelöscht werden. Etwa 170 Arbeiter der Aswad-Knit-Composite-Fabrik seien zum Zeitpunkt des Brandausbruches in dem Gebäude gewesen, so Fabrikdirektor Emdad Hossain.
Immer wieder hatte es in der Vergangenheit verheerende Unglücke gegeben. Im April dieses Jahres war ein Fabrikgebäude in der Nähe von Dhaka eingestürzt. Es starben mehr als 1.100 Menschen, fast 2.500 wurden verletzt. Die Ursachen für solche Unglücke sind oftmals unzureichende Sicherheitsvorkehrungen und bauliche Mängel. Immer wieder haben betroffene Unternehmen wie Inditex und auch örtliche Behörden versprochen, die Standards zu verbessern und Entschädigungen für die Opfer zu zahlen. Auch die Arbeiter selbst protestieren seit Monaten für bessere Arbeitsbedingungen.
Nach China ist Bangladesch der zweitgrößte Produzent von Textilien weltweit. Die insgesamt 4.500 Fabriken produzieren 80% aller Exporte des Landes.
Foto: via Flickr/Karin Roth






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