Die Beschäftigten der deutschen Schuhindustrie können sich ab dem 1. Januar dieses Jahres über leicht erhöhte Löhne freuen. Die Einigung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern wurde durch einen Schlichtungsspruch gefällt.

Die Beschäftigten der deutschen Schuhindustrie erhalten seit Anfang des Jahres mehr Geld

Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen zwischen IG BCE und den Vertretern der deutschen Schuhindustrie im Dezember fällte die Schlichtungsstelle am 10. Januar in Hannover einen einstimmigen Schlichtungsspruch: Demnach werden die Tariflöhne ab dem 1. Januar 2013 um 2,2% je Lohngruppe erhöht. Ab dem 1. März 2014 werden die Tariflöhne um weitere 1,4% angehoben. Auszubildende erhalten ab diesem Januar monatlich 20 Euro mehr, ab März nächsten Jahres wird der Betrag um weitere 10 Euro aufgestockt. Die Laufzeit der Vereinbarung endet am 30. September 2014. „Die lange Laufzeit ermöglicht den Schuhherstellern die notwendige Planungssicherheit“, so Manfred Junkert, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Schuh- und Lederwarenindustrie (HDS) .

Zusätzlich wurde im Rahmen der Verhandlungen ein Demografievertrag abgeschlossen, der einen jährlichen Betrag von 300 Euro je Arbeitnehmer vorsieht. Diese Lösung sei auch für die mittelständisch geprägten Unternehmen „eine handhabbare Lösung“, so Junker.