Zara verkauft in Venezuela wortwörtlich restriktiver
Mangelware! Die Formate des spanischen Inditex-Konzerns sollen ihren Warenverkauf im südamerikanischen Land beschränken - auf fünf Kleidungstücke pro Person und Monat. Mit dieser Maßnahme soll der notorische Warenmangel nach erzwungenen Preissenkungen in den Griff bekommen werden.
Gefragt wie Bananen in der DDR: Bei Zara warten Venezolaner gut und gerne mal einen halben Tag, um ein neues T-Shirt zu kaufen
Schrumpfende Deviseneinnahmen und eine restriktive Importpolitik machen es den Venezolanern mittlerweile schwer, an Güter des täglichen Bedarfs zu kommen. Während die Filialen hierzulande proppenvoll sind, waren Bügel und Regale in den zwei Dutzend Zara-, Bershka, und Pull&Bear-Stores in Caracas und Montevideo fast leer. Grund für den Bestandsmangel sind erschwerte Einfuhrbestimmungen und politisch geforderte bzw. dem extrem günstigen Dollar-Kurs geschuldete Preissenkungen um bis zu 50 bis zu 85%. Um dem notorischen Warenmangel zu begegnen hat der Zara-Franchisenehmer in Abstimmung mit der Inditex-Konzernleitung beschlossen, den Einkauf zu reglementieren, berichten verschiedene lateinamerikanische Medien: Pro Monat können pro Person nur noch fünf Teile, drei Ober- und zwei Unterteile, erworben werden. Der Einkauf wird mit einer individuellen ID-Nummer auf Kennkarten festgehalten. Der Einlass wird durch Sicherheitsbeamte reglementiert. Alle zwei Wochen werden die Geschäfte mit neuer Ware aufgefüllt.
Wer neue Kleidungsstücke braucht und bei Zara nicht mehr fündig wird, kann sich am Schwarzmarkt bemühen – der Handel mit Nahrungsmitteln, Medikamenten, Benzin oder Kleidung gilt mittlerweile als profitabler als der Drogenhandel.






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