Das erste Quartal verlief sehr zufriedenstellend für den spanischen Modekonzern Inditex. Die Umsätze legten im Vergleich zum Vorjahresquartal um 14 Prozent zu. Und es gibt freudige Nachrichten für Onlineshopper: Die Tochtergesellschaft ZARA verkündet endlich ins eCommerce-Business einzusteigen.

Am Mittwoch veröffentlichte die Inditex Gruppe ihre Zahlen für den Zeitraum 1. Februar bis 7. Juni 2010 und die sehen sehr erfreulich aus. Die Gruppe, zu der u.a. Zara und Massimo Dutti gehören, konnte die Umsätze um 14%, währungsbereinigt um 13%, auf 2,665 Mrd. Euro steigern. Der Nettogewinn legte um 63 % auf 301 Mio. Euro zu. Das Bruttoergebnis lag bei knapp 1,6 Mrd. Euro, was bedeutet, dass sich die Bruttomarge auf 59,9% belief.

ZARA: das erfolgreiche Zugpferd des Inditex-Konzerns

Während des ersten Quartals eröffnete die Inditex-Gruppe weitere 98 Filialen in 29 Ländern, so dass die Gruppe weltweit mittlerweile über 4.705 eigene Stores in 76 Ländern betreibt. Von besonderer Bedeutung war der Eintritt in den indischen Markt. Die erste Zara-Store-Eröffnung in New Delhi am 28. Mai 2010 markierte dafür einen wichtigen Meilenstein. Weitere drei Stores sollen noch in diesem Jahr eröffnet werden, einer in Mumbai und zwei weitere in New Delhi.

Weiterhin kündigte Inditex an das Tochterunternehmen Zara endlich online von der Leine zu lassen. Ab dem 2. September 2010 soll in Frankreich, Deutschland, Italien, Portugal, Spanien und Großbritannien der Onlineshop gelauncht werden. Der virtuelle Shoppingtrip soll auch von Smartphones und Tablet-PCs wie dem iPad möglich sein.

Ferner teilte der Modekonzern mit, dass man in der Hauptversammlung beschlossen habe, die Vorstandsmitglieder José Luis Vázquez Mariño und Antonio Abril Abadín durch Nils S. Andersen und Emilio Saracho zu ersetzen. Andersen kommt aus der Logistikbranchen und war CEO bei weltweit größten Containerschiffreederei A.P. Møller-Maersk. Saracho war Investmentbanker und führte u.a. JP Morgan in Spanien und Portugal.