Zalando schreibt schwarz
Der Berliner Onlinehändler ist in der ersten Jahreshälfte nicht nur weiter stark gewachsen, sondern soll im zweiten Quartal sogar profitabel gearbeitet haben. Dass auch am Jahresende schwarze Zahlen stehen, ist allerdings eher unwahrscheinlich.
Die Wette, die Investoren wie Kinnevik auf die Zukunft von Zalando abgeschlossen haben, scheint langsam aufzugehen, denn das Unternehmen beweist, dass es nicht nur das Geld anderer ausgeben kann, sondern sich endlich den schwarzen Zahlen annähert. Zalando ist im zweiten Quartal stark gewachsen – so stark, dass nach vorläufigen Zahlen für das erste Halbjahr ein Nettogruppenumsatz zwischen 1,02 und 1,06 Mrd. Euro erwartet wird. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 entspricht das einem Wachstum von 26% bis 31% (809 Mio. Euro). Allein im zweiten Quartal sollen das Umsatzniveau um rund 100 Mio. Euro gestiegen sein (2013: 437 Mio. Euro; 2014: 520 bis 560 Mio. Euro).
Gleichzeitig soll das zweite Quartal profitabel verlaufen sein, so dass sich der Trend in Richtung Breakeven, der sich bereits zu Jahresbeginn abzeichnete, weiter verstärkt wurde. Die EBIT-Marge für das erste Halbjahr soll auf „Breakeven-Niveau“ gelegen haben, teilte das Unternehmen mit. In der ersten Jahreshälfte 2013 lag die EBIT-Marge noch bei -9%. Damit zahlen sich nun die Investitionen in Logistik (u.a. mit dem Ausbau der Standorte in Erfurt und Mönchengladbach) sowie die Optimierungsmaßnahmen bei Wareneinsatz und Marketing aus.
Am Ende doch wieder rot?!
Ob der Breakeven auch zum Jahresende erreicht wird, will Zalando-Vorstand Rubin Ritter nicht ausschließen, sehr wahrscheinlich hält er es allerdings auch nicht: Er hält an dem Ziel fest, „im Geschäftsjahr 2014 einen entscheidenden Schritt in Richtung EBIT-Breakeven“ zu machen, aber die Gewinnschwelle werde „eventuell“ nicht ganz erreicht werden, formulierte er vorsichtig. Ende August sollen detaillierteren Zahlen für das erste Halbjahr veröffentlicht werden.
Foto: Zalando








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