Unter Beschuss: Europas größter Online-Händler ist seit Montag-Abend in Aufruhr. Der Fernsehsender RTL strahlte in seiner Sendung „Extra“ einen Undercover-Bericht aus, in dem es um die Arbeitsbedingungen im Erfurter Logistikzentrum in Erfurt ging. Nun versucht Zalando den Schaden zu minimieren.

Im Mittelpunkt der derzeitigen Diskussionen: Das Logistikzentrum Zalando in Erfurt

Schon in der Vergangenheit musste sich der Online-Riese Zalando gegen die Vorwürfe, Mitarbeiter müssten unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten, wehren. Am vergangenen Montag löste ein neuer, investigativer Bericht einer RTL-Extra-Reporterin, die sich in das Logistikzentrum in Erfurt undercover als Mitarbeiterin einschleuste, einen Sturm der Entrüstung aus. Der Film zeigt, wie Mitarbeiter des Zentrums ständig unter Druck gesetzt und überwacht werden. Kurz nach Ausstrahlung der Sendung wurde der Berliner Online-Händler auf Facebook und Twitter mit Kritik bombardiert.

Zalando reagierte schnell. Bereits einige Minuten nach den ersten Tweets und Kommentaren auf Facebook versuchte das Unternehmen die Sturmschäden zu begrenzen. Auch eine Stellungnahme auf der Homepage von Zalando sollte die Wogen glätten. Darin äußert sich David Schröder, Geschäftsführer Zalando Operations, und sagt, dass „diese Darstellung in keiner Weise der Unternehmenskultur und Mitarbeiterstimmung in der Logistik von Zalando entspricht.“ Doch man werde genau prüfen, welche Aspekte des Berichtes zutreffen.

Wann der Shitstorm gegen den Online-Anbieter wieder abebbt, bleibt abzuwarten. Noch geht es in den Medien und auf den Social-Media-Kanälen heiß her.

Foto: via Flickr / Ralf Krause