Wolford: Gut gerüstet für weiteres Wachstum
Der Bregenzer Strumpf- und Wäschehersteller kann im Geschäftsjahr 2010/11 nach eher schwierigen Jahren nicht nur auf Umsatzsteigerungen zurückblicken, sondern kann den Gewinn fast verdoppeln. Vor zwei Jahren schrieb das Unternehmen noch rote Zahlen.
Mittlerweile werden 60% des Umsatzes über die Monobrand-Distribution erlöst, mittelfristig sollen es 70% werden
Umsatztreiber: Eigene Boutiquen
Der Umsatz konnte in fast allen Märkten und Distributionskanälen verbessert werden. Dabei erwies sich das eigene Retail-Geschäft mit einem Plus von 13,5% als wichtiger Wachstumstreiber, wobei insbesondere die Concession Shop-in-Shops in Kaufhäusern überragend abschnitten (+62%). Flächenbereinigt verzeichneten die eigenen Standorte ein Plus von 6%. Mittlerweile beträgt der eigene Retail-Anteil mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes (51,4%). Bei der Monobrand-Distribution, bei der neben den eigenen Standorten auch die partnergeführten Boutiquen miteinbezogen werden, stieg der Umsatzanteil auf 62,7%. Zum Stichtag wurden weltweit 106 eigene und 103 partnergeführte Wolford-Boutiquen betrieben. Mittelfristig soll der Umsatz auf 70% erhöht werden, wobei 60% des Gesamtumsatzes mit eigenen Standorten erzielt werden sollen. Während der Umsatz mit Kauf- und Warenhäusern um 11,6% gesteigert werden konnte, knickte der Umsatz mit dem Fachhandel leicht um 1,9% ein.
Starkes Wachstum in Fernost
Regional betrachtet verzeichnete Wolford in den Wachstumsmärkten in Asien die deutlichsten Umsatzzuwächse. So stiegen die Umsätze dort um 36,8%. Auch in Zukunft sollen die Aktivitäten der Gruppe in der Region verstärkt werden: Wolford plant die Präsenz in den chinesischen Millionenstädten deutlich zu erhöhen. Mit einem Plus von 19,3% zeigten auch die USA eine gute Umsatzentwicklung. Auch in den europäischen Märkten konnte mit Ausnahme von leichten Umsatzeinbrüchen in Österreich, Frankreich und den Niederlanden überall ein Plus erzielt werden.
Bei den Produkten konnten die wichtigsten beiden Bereiche Legwear und Ready-to-wear positive Umsatzentwicklungen verzeichnen, wobei insbesondere jüngere, innovative und modische Produkte nachgefragt waren.
Gewinn fast verdoppelt
Noch besser als der Umsatz entwickelten sich die Ergebniskennzahlen: Das EBITDA verbesserte sich um 26% auf 15,7 Mio. Euro, das EBIT erhöhte sich um 62,7% auf 7,3 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss verdoppelte sich fast von 2,6 auf 5,1 Mio. Euro (+97,2%). Damit sieht sich Wolford-CEO Holger Dahmen gut für die zukünftige Entwicklung aufgestellt. In den nächsten Jahren stehe für ihn das organische Wachstum im Vordergrund, aber auch externes Wachstum schließe er nicht kategorisch aus. Neben weiteren Umsatzsteigerungen liege sein Augenmerk aber hauptsächlich auf Kosteneinsparungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen, um die Ergebnisse auch in Zukunft überdurchschnittlich zu verbessern.





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