Bogner bleibt bei Bogner: Intensiv wurde nach einem Käufer für das Sportartikelunternehmen gesucht. Nun sagt der Inhaber selbst den Verkauf ab. Grund seien die zu niedrigen Gebote für das Unternehmen gewesen.

Bogner sagt Verkauf seiner Marke ab

Bogner sagt Verkauf seiner Marke ab

Der Verkauf für den Premium-Sportbekleidungshersteller Bogner wurde offiziell abgesagt. Inhaber Willy Bogner, dessen Vater das Skimode-Imperium gründete, teilte dies gestern mit. Der Hauptgrund für die Entscheidung liegt in den zu niedrigen Geboten. Bogner wollte bis zu 750 Mio. Euro aus dem Verkauf seiner Firma erlösen. Die eingereichten Offerten lagen bei weniger als der Hälfte. Die Bieter waren offenbar nicht bereit mehr zu zahlen, nachdem die Umsätze in den letzten Monaten aufgrund der Russlandkrise rückläufig waren.

Noch in den letzten Wochen wurde ernsthaft versucht, ein tragfähiges Konsortium aufzubauen. Der frühere Coty-Chef Bernd Beetz und die chinesische Beteiligungsgesellschaft Fosun holten Daimler-Vorstand Dieter Zetsche und Fußballer Philipp Lahm an Bord. Andere Interessenten wie Permira oder Bridgepoint waren schon früher aus dem Bieterrennen ausgeschieden.

Bogner will sein Unternehmen – allen wirtschaftlichen Widrigkeiten zu Trotz – nun weiter allein weiterführen und „die Expansion mit dem eigenen Team voranzutreiben“.

Foto: Bogner