Vier auf Sparsamkeit bedachte Interessenten für Bogner
Das Münchner Ski- und Sportmodeunternehmen ist ins Visier von vier Private Equity Fonds geraten. Die Beteiligungsgesellschaften bewerten das Unternehmen aber nur mit der Hälfte von dem, was die Familie Bogner sich erhofft hatte.
Die wichtigen und umsatzstarken Winterkollektionen finden unter russischen Käufern momentan wenig Abnehmer
Die deutsche Traditionsmarke in Sachen Wintersport – Bogner – ist offenbar einen Schritt weitergekommen bei dem im letzten Jahr initiierten Verkaufsprozess. Vier Finanzinvestoren sollen aktuell ihre Offerten vorbereiten, berichtete Reuters am Montag. Darunter sind drei europäische Fonds von Permira, Bridgepoint und Capvis sowie die südkoreanische Investmentfirma NXMH.
Insider erklärten, dass die Bewertung der Münchner Traditionsfirma zwischen 250 und 300 Mio. Euro liegen wird. Die Familie Bogner hatte wohl das Doppelte erwartet. Im letzten Sommer wurde der Unternehmenswert von Finanzexperten noch auf 700 bis 750 Mio. Euro geschätzt. Der Neueinschätzung liegen zwei Prämissen zugrunde: Zum einen geht die Nachfrage russischer Käufer nach Premium-Wintermode aufgrund des Rubel-Verfalls und der politischen Krise weiter zurück. Zum anderen soll das EBITDA im letzten Geschäftsjahr 2013/14 (Stichtag: 30. September) von 37 Mio. auf 30 Mio. Euro gesunken sein. Bogner ist nicht das erste deutsche Unternehmen, das durch die Umstände in Russland Einbußen hinnehmen muss, trotzdem dürfte die Neubewertung schmerzen.
Foto: Bogner







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