Wie wird das Einzelhandelsjahr 2014?
Das Immobilienunternehmen Lührmann stellt in seinem aktuellen Trendreport fest, dass Süddeutschland das Mekka des Einzelhandels ist. Vor allem Städte zwischen 500.000 und 1.000.000 Einwohner sind bei Händlern begehrt.
Die Immobilienspezialisten von Lührmann haben eine Prognose für das noch junge Jahr 2014 gewagt und dafür 2.287 Expansionsverantwortliche einzelner Unternehmen gefragt, wie sie die Attraktivität des Standorts Deutschlands beurteilen. Das Fazit der Experten aus der Textil-, Lebensmittel und Schuhbranche: Städte mit einer Größe von 500.000 bis 1.000.000 Einwohner sind bei den Einzelhändlern am begehrtesten. Damit überflügeln die Städtchen die großen Millionen-Metropolen, wie Berlin oder Hamburg. Für 93% der Teilnehmer ist die Einzelhandelsexpansion in diesen mittelgroßen Städten attraktiv oder sogar sehr attraktiv. Die größeren Millionen- Metropolen sind aber nur für 90,7% der Befragten attraktiv oder sehr attraktiv.
Süddeutschland: Top, Ostdeutschland: Hop
Für mehr als 97% der Befragten, von denen mehr als die Hälfte internationale Einzelhändler sind, ist der Süden der Republik attraktiv oder sehr attraktiv. Ganz anders sehen die Zahlen für Ostdeutschland aus: Für 72% sind die Expansionsbestrebungen dort wenig attraktiv. Hoch im Kurs liegen auch weiterhin innerstädtische 1A-Lagen. Rund 75% der Verantwortlichen in der Einzelhandelsexpansion, von denen 28,9% nationale und 18,8% regionale Einzelhändler sind, finden einen exklusiven Standort sehr wichtig.
eCommerce und Malls: weniger attraktiv
Schwächere Werte erzielen das Internet und große Shoppingcenter. Während rund 57% einen Handelsstandort im Internet als sehr wichtig erachten, sind nur noch etwa 37% der Ansicht, dass große Shoppingcenter von herausragender Bedeutung sind. Verloren haben auch Flughäfen und sonstige Verkehrsknotenpunkte wie Bahnhöfe und kleine Shoppingcenter. Im Gegensatz zu 2013 hat sich die Gruppe derer, die Flughäfen weniger wichtig finden, um fast ein Drittel auf rund 44% erhöht. Kleine Shoppingcenter unter 17.000 Quadratmeter sind für mehr als zwei Drittel der befragten Expansionsverantwortlichen (67,8%) weniger wichtig oder sogar unwichtig.
Multi-Channeling im Trend
Als neuer Schwerpunkt in der mittlerweile 3. Auflage des Trendbarometers Einzelhandel ist erstmals das Thema Multichannel erfasst worden. Hier kann diese Vertriebsform ganz klar punkten: Für mehr als 93% ist das eine wesentliche Retail-Strategie der Zukunft. Jedoch können nicht alle Branchen die unterschiedlichen Vertriebskanäle gleich gut einbinden. Deshalb glauben fast 83%, dass die Textilbranche am meisten vom Multichanneling profitiert. Auch bei Schuhen und Sportartikeln sehen jeweils 73% der Befragten große Schnittmengen.
Fotos: Lührmann








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