Eine hervorragende Kaufkraft, hohe Umsätze und die sehr gute Zentralität machen die Rheinmetropole zu einer beliebten Einkaufsstadt. Eine hohe Nachfrage an Flächen besteht auch seitens der Einzelhändler.

Düsseldorf zählt zu den beliebtesten Einkaufsstädten Deutschlands

Düsseldorf erfreut sich als Einkaufsstadt großer Beliebtheit – sowohl bei den Einzelhändlern als auch bei den Kunden. Dies ergab jetzt eine Standortanalyse des Immobilienspezialisten Lührmann. Düsseldorf profitiert demnach von der hohen Bevölkerungsdichte des Kerneinzugsgebietes. In den umliegenden Städten Krefeld, Neuss, Mettmann, Duisburg und Mülheim leben rund zweieinhalb Millionen Kunden mit einer potenziellen Kaufkraft von zehn Milliarden Euro.

Das Herzstück des innerstädtischen Einzelhandels ist die Königsallee. Mit Abercrombie & Fitch öffnet sich der östliche Straßenabschnitt nun auch dem Einzelhandel. Trotzdem bleibt die Lage den überwiegend teuren Anbietern vorbehalten. Die Filialisten des Massengeschmacks konzentrieren sich auf die Shadowstraße während szenige Unternehmen die Flingerstraße bevorzugen.

Das Düsseldorfer Mietpreisniveau liegt mit durchschnittlichen Mietpreisen von 230 Euro pro Quadratmeter (Shadowstraße) und 235 Euro pro Quadratmeter auf der Königsallee deutlich höher als in den ähnlich großen Städten wie Bremen, Hannover und Dortmund.

Viele Neueröffnungen auf der Flingerstraße

Nach Neueröffnungen in Nürnberg, Bremen und Köln hat die britische Schuhmarke Clarks Anfang April auf der Flingerstraße einen weiteren Store mit einer Größe von 140 Quadratmeter in Eigenregie eröffnet. Zuvor befand sich Levi’s Jeans in dem Ladenlokal. Auch der Wäsche- und Strumpfwarenspezialist Calzedonia bezog eine 150 Quadratmeter große Einzelhandelsfläche auf der Flingerstraße, das lange Zeit von Biba genutzt wurde. Das Adidas-Konzept Neo hat ebenfalls einen Store auf der Flingerstraße eröffnet. Die Herzogenauracher wollen mit der angebotenen Streetwear vor allem die junge Zielgruppe ansprechen.

Veränderungen auf der Kö und der Shadowstraße

Auf der Kö hat der niederländische Menswear-Spezialist Suitsupply im Februar einen neuen Store eröffnet. Dieser ist der erste von weiteren geplanten Stores in Deutschland. Sarar mietete ein 750 Quadratmeter großes Ladenlokal auf der Kö an. Das türkische Modelabel will dort noch in diesem Jahr einen Shop eröffnen.

Die Shadowstraße glänzt mit der Neueröffnung eines Rewe to Go. Dieser ist nach Köln erst der zweite seiner Art. Der Schwerpunkt des Konzepts liegt hier auf frischen Nahrungsmitteln, die sich zum sofortigen Verzehr eignen. Früher befand sich in dem Haus eine Filiale von Dunkin Donuts. Auch die zweite Filiale auf der Shadowstraße wurde geschlossen. Hier befindet sich mittlerweile Bijou Brigitte.

Das Hamburger Jeanslabel Closed hat einen Mietvertrag für ein 180 Quadratmeter großes Ladenlokal auf der Grabenstraße unterzeichnet.

Anfang des kommenden Jahres öffnet das Textilunternehmen Primark sein erstes Düsseldorfer Textilhaus. In direkter Nähe zum Kö-Bogen entsteht derzeit ein komplett neues Gebäude mit runf 6.500 Quadratmeter Einzelhandelsfläche auf sechs Etagen, von denen alleine vier an den Iren gehen.

Mit der Entstehung des Kö-Bogens auf dem Areal des ehemaligen Jan-Wellem-Platzes soll die Königsallee mit Hilfe erlesener Flagshipstore und einem gastronomischen Angebot effektiv verlängert werden. Ankermieter ist der Textilhandelsspezialist Breuninger. Ab Herbst 2013 eröffnen die Stuttgarter hier einen 15.000 Quadratmeter großen Department-Store mit internationalen Marken.

Weiter im Bau ist die Wehrhahn-Linie. Die U-Bahnstrecke soll in Zukunft die U-Bahnhöfe Wehrhahn und Bilk miteinander verbinden. Eine Fertigstellung ist nicht vor dem Herbst 2014 geplant.

Foto: Lührmann