Weniger Schwund im Textilfachhandel
Richtig gut gezählt: Im Jahr 2010 sind die Inventurdifferenzen im Textilfachhandel leicht gesunken, das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Kölner EHI Retail Institutes. Die größten Differenzen gab es bei Lederartikeln, DOB und Wäsche.
Leere Bügel wegen "Schwund" gab es in 2010 seltener: Die Inventurdifferenzen sind im letzten Jahr leicht gesunken
Nach einer aktuellen EHI-Studie sind die Inventur-differenzen im Textilhandel (inkl. Warenhäuser sowie Schuh- und Sportgeschäfte) im Jahr 2010 leicht von 0,51% auf 0,48% gesunken (bewertet zu Einkaufspreisen in Prozent vom Nettoumsatz). Im gesamten Einzelhandel fielen die Inventurdifferenzen ebenfalls leicht von 0,63 auf 0,60%.
Mehr Schwund mussten in 2010 allerdings die großen Textilfachgeschäfte mit bis zu 400 Quadratmetern Verkaufsfläche (darunter rund zwei Drittel Filialisten) hinnehmen, deren Inventurdifferenz von 0,38 auf 0,41% anstieg. Bei Textilkaufhäusern und Warenhäusern, sowie Textilfachmärkten dagegen sank die Quote von 0,63 auf 0,53% bzw. von 0,53 auf 0,49%.
Die größten Differenzen wurden bei Lederartikeln (1,15%), Womenswear (0,79%), Wäsche (0,68%), Schuhe (0,57%) und Menswear (0,56%) festgestellt. Verursacht werden die Inventurdifferenzen nach Einschätzung von Experten hauptsächlich Kunden: knapp zwei Drittel (64,2%) gehen auf ihr Konto, danach folgen Mitarbeiter (15,6%) und organisatorische Mängel (13,7%). Lieferanten und Servicekräfte sind nur zu 6,5% für den Schwund verantwortlich.
Investition in Gegenmaßnahmen
Um Differenzen zu vermeiden, setzten die Textilhändler in 2010 auf Mitarbeiterschulungen (Durchführungsquote: 90%), danach folgten Datenauswertungen der Warenwirtschaft (81%), Artikelsicherung und Kameraüberwachung (je 67%) und Kassendatenauswertungen (62%). Weniger als ein halbes Prozent vom Umsatz (0,45%) gab der Textilhandel für solche Maßnahmen aus.
Foto: via EuroShop/Messe Düsseldorf






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