Auch in der dritten Adventswoche laufen die Geschäfte für die einzelnen Branchen recht unterschiedlich. Der Handel rechnet (und hofft) auf einen langen Endspurt, denn das kann es noch nicht gewesen sein.

Es weihnachtet sehr … Zumindest an den Adventssamstagen läuft das Geschäft auf Hochtouren

Unter deutschen Weihnachtsbäumen werden dieses Jahr wohl hauptsächlich Gutscheine, Uhren und Spielzeug liegen. Juweliere und Spielwarenabteilungen zogen eine recht zufriedene Bilanz nach den ersten drei Adventswochen. Mit dem Hemden- oder Pullovereinkauf halten sich die Deutschen – wahrscheinlich aufgrund unterschiedlichster Erfahrungen und Motivationen – zurück. Laut HDE-Geschäftsführer Stefan Genth fehlen aufgrund der milden Temperaturen die „notwendigen Kaufimpulse für die Wintermode“. Der Bekleidungsfachhandel leidet aber nicht nur unter dem fehlenden Winterwetter, sondern auch unter den sinkenden Frequenzen in den Innenstädten. Kleine und mittelständische Händler berichten von „einem ruhigen Geschäft“ in den letzten Wochen, bekanntere Namen mit Magnetwirkung behaupten sich dagegen ganz gut, auch wenn viele von ihnen bereits mit Rabatten locken.

Während es unter der Woche relativ ruhig war, zogen die Umsätze am dritten Adventssamstag spürbar an. Trotzdem ist das Weihnachtsumsatzziel von prognostizierten 86,7 Mrd. Euro noch nicht erreicht. Bedingt durch die Lage der Feiertage rechnet der deutsche Einzelhandel mit einem langen Endspurt beim Geschenkekauf. Auch nach dem vierten Adventswochenende bleiben Konsumenten ja noch einige Tage bis zum Heiligenabend, um auf Geschenke-Pirsch zu gehen. Onlinekäufer hingegen müssen sich hingegen langsam sputen, wenn sie sicher sein wollen, dass ihre Geschenke noch vor dem Fest geliefert werden. Zwar versprechen einige Händler, dass Bestellungen bis zum 21. Dezember noch pünktlich ausgeliefert werden. Laut Hochrechnungen wollen die Deutschen zum Fest immerhin Waren im Wert von 11 Mrd. Euro online bestellen.