Versace in Expansionslaune
Das italienische Modehaus will neue Märkte wie in Asien und Südamerika erschließen. Entgegen Medienberichten will das Unternehmen die Expansion allerdings aus eigener Kraft stemmen und nicht auf die Hilfe von Investoren setzen.
Versace will weitere Läden in Wachstumsmärkten eröffnen
„Nicht eine einzige Aktie wird verkauft“, erklärte Donatella Versace, die plantinblonde Designerin des Hauses, am Freitag. Die Aussage war eine Reaktion darauf, dass verschiedene Medien in der letzten Woche behaupteten, dass Versace auf der Suche nach externen Investoren sei oder gar einen Börsengang erwöge, um das anstehende Wachstum zu finanzieren. Versace-CEO Gian Giacomo Ferraris erklärte der Nachrichtenagentur Reuters gegenüber, dass die Gruppe verschiedene Möglichkeiten sondiere, sich aber noch nicht entschieden habe.
Richtig ist, dass das Familienunternehmen stärker in Wachstumsmärkte wie China, Brasilien oder Korea expandieren will, allerdings soll das Unternehmen trotz dieser Anstrengungen auch in Familienhand bleiben. Es geht ja auch ohne externe Hilfe: Das Unternehmen bewegt sich seit Jahren wieder zurück in die Gewinnzone. Im letzten Jahr stieg der Umsatz um über 16% auf 340,2 Mio. Euro. Die Restrukturierungsmaßnahmen zeigten ihre Wirkung, denn das EBITDA kletterte um 73% auf 38,7 Mio. Euro und unterm Strich verlieb sogar ein tiefschwarzer Nettogewinn von 8,5 Mio. Euro. In zwei Jahren soll das EBITDA rund 20% des Gesamtumsatzes betragen – es bleibt also genug übrig, um auch ein paar Läden in Eigenregie zu eröffnen.
Das Unternehmen Versace gehört der Designerin Donatella Versace, Schwester des Gründers Gianni Versace, ihrem Bruder Santo und ihrer Tochter Allegra, die allein 50% der Anteile hält.
Foto: Versace







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