Umsatz im Schuheinzelhandel schwankend
Launisch und unberechenbar wie das Wetter 2013: Laut Bundesverband des deutschen Schuheinzelhandels wirken sich die Klimaschwankungen des vergangenen Jahres auf die Verkaufszahlen in der Branche aus. Dennoch blickt der Verband positiv in die Zukunft.
Schwankend wie das Wetter: der Umsatz im Schuheinzelhandel im Jahr 2013
Zur Freude von Frostbeulen und Schneeverächtern fiel der Winter in dieser Saison fast gänzlich aus. Dem Einzelhandel tat dieses launische Wetter allerdings nicht unbedingt gut: so meldet der Bundesverband des deutschen Schuheinzelhandels (BDSE) schwankende Verkaufszahlen.
Vor allem der März trübte das Jahresergebnis mit einem Umsatzminus von über 20%. Auch der warme Dezember wirkte sich mit einem Rückgang von geschätzten 10% negativ auf das Gesamtergebnis aus. Vor allem im Süden Deutschlands, wo man Schnee und Eis gewöhnt ist, war dies deutlich spürbar. Dafür waren die Monate April, August und November wieder vergleichsweise stark, was dann zu einem insgesamt zufriedenstellendem Gesamtjahresergebnis mit einem nominalen Wachstum von etwa 1% führte. Vor allem große Filialisten trieben dies durch die Eröffnung neuer Filialen und durch Flächenerweiterungen an.
Als problematisch erwies sich allerdings der immer dominanter werdende Online-Handel: Nach aktuellen Hochrechnungen sind die Umsätze für Schuhe im Internet im vergangenen Jahr zweistellig gestiegen. Der BDSE schätzt den Marktanteil von Online-Schuh-Shops auf etwa 12%. Mitunter dadurch gingen die Kundenfrequenzen bei etwa 60% der Schuhgeschäfte zurück.
Ein weiteres Problem scheint die Tatsache zu sein, dass sich immer mehr Marken zunehmend in Factory-Outlets einmieten, wo dann nicht nur fehlerhafte Ware, sondern auch aktuelle Saisonartikel vertrieben werden, die meist sogar eigens für die Outlets produziert werden.
Dennoch können die Schuhverkäufer zuversichtlich in die Zukunft blicken: Das allgemein gute Konsumklima und die positiven Wirtschaftsprognosen lassen auf steigende Umsätze hoffen. Als Ziel hat sich der BDSE ein nominales Wachstum von 2% gesetzt.
Foto: BDSE







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