Tom Tailor: Umsatzschub durch eigene Flächen
Der hanseatische Modekonzern kann seinen Umsatz in den ersten drei Quartalen deutlich um über 18% steigern. Wachstumstreiber war das Retailgeschäft, das mehr als ein Drittel zum Gesamtumsatz beiträgt und weiter ausgebaut werden soll.
Tom Tailor profitiert in 2011 vom konsequenten Ausbau des Retail-Segments
Die Hamburger Tom Tailor AG kann trotz schwieriger Wetterverhältnisse im dritten Quartal an das starke Wachstum des ersten Halbjahrs anknüpfen. Der Hamburger Konzern steigerte den Umsatz im dritten Quartal um knapp 17% auf 118,6 Mio. Euro.
Knapp 300 Mio. Euro in neun Monaten
In den ersten neun Monaten kletterte der Umsatz um 18,7% auf 295,3 Mio. Euro. Dabei profitierte Tom Tailor insbesondere vom Ausbau des Retailgeschäftes. Der Umsatz in diesem Segment verbesserte sich um 48,6% auf 102,8 Mio. Euro und macht damit mehr als ein Drittel am Gesamtumsatz aus. Der Bereich Wholesale verbuchte von Januar bis September ein Plus von 7,2% auf 192,5 Mio. Euro. Flächenbereinigt setzte sich Tom Tailor von der eher mauen Branchenentwicklung ab und erzielte ein Plus von 5,4%. Selbst im schwierigen dritten Quartal konnte entgegen rückläufiger Entwicklungen im Textileinzelhandel ein flächenbereinigtes Plus von 2,3% erreicht werden. Damit fühlen sich die Hanseaten in ihrer Strategie bestärkt, die kontrollierten Flächen weiter konsequent auszubauen. Aktuell betreibt Tom Tailor europaweit 221 Filialen, damit rund 60 mehr als zu Beginn des Jahres, sowie 1.726 Shop-in-Shops (+285).
Erfreulich entwickelte sich auch die Rohertragsmarge, die sich um 1,1%-Punkte auf 47,2% verbesserte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich trotz steigender Materialkosten und Investitionen in die Retail-Expansion um 21,7% auf 26,4 Mio. Euro. Der Periodengewinn lag mit 2,3 Mio. Euro nach einem Verlust im Vorjahreszeitraum wieder im schwarzen Bereich.
Für das laufende Jahr bestätigt der Konzern die zu Jahresbeginn gegebene Prognose und mit einem Umsatz von mindestens 400 Mio. Euro und einem EBITDA von rund 48 Mio. Euro. Voraussetzung ist allerdings, dass das Vertrauen der Kunden in die Marke und das Segment Retail stabil bleibt und nicht durch die Euro-Krise erschüttert wird.
Foto: Tom Tailor



Kommentare
Keine Kommentare bisher.