Tom Tailor muss Bonita auf Erfolg trimmen
Für den hanseatischen Modekonzern läuft es für die Sparte Tom Tailor bestens. Bei der kürzlich integrierten Marke Bonita muss allerdings weiter Aufbauarbeit geleistet werden. Die Marke soll qualitativ ausgebaut und profitabler gemacht werden.
Bonita muss profitabler werden – zur Not auch zu Lasten eines kurzfristigen Like-for-Like-Umsatzrückgangs
Die Tom Tailor Group hat am Dienstag ihren Geschäftsbericht vorgelegt und bestätigt damit die bereits im Februar veröffentlichten Zahlen für das Geschäftsjahr 2013. Danach hat die Gruppe ihre Umsätze aufgrund des anhaltend starken Wachstums von Tom Tailor und der erstmaligen Konsolidierung von Bonita um 44,1% auf 907,2 Mio. Euro gesteigert. Bei Tom Tailor kletterten die Erlöse um 17% auf 556,5 Mio. Euro, während Bonita 350,7 Mio. Euro zum Konzernumsatz beisteuerte. Das konzernübergreifende bereinigte EBITDA verbesserte sich von 66, 5 Mio. auf 77,2 Mio. Euro, was einer EBITDA-Marge von 8,5% entspricht.
Bonita muss flott gemacht werden
Gleichzeitig gab CEO Dieter Holzer die Marschrichtung für 2014 vor – und die sieht vor, aus Bonita eine Tom Tailor Marke für Best Ager zu machen- zumindest was Modegrad, Qualität und Profitabilität anbelangt. „Das überdurchschnittliche Wachstum von Tom Tailor in den vergangenen Jahren gründet sich auf ein hochmotiviertes Team und eine leistungsstarke Plattform für Design und Entwicklung, Beschaffung und Merchandising. Folglich werden wir das Erfolgsmodell von Tom Tailor vollständig auf Bonita übertragen, um die Ertragskraft von Bonita zu erhöhen und die Profitabilität des Konzerns deutlich zu verbessern“, so Holzer. Im Zuge dessen wird die Beschaffung auf die eigene Tom Tailor Einkaufsgesellschaft in Asien übertragen und die Produktkompetenz mit einem neuen Design- und Produktteam weiter ausgebaut. Ziel ist es, „mehr Umsatzqualität statt Promotionalität“ zu schaffen. Holzer rechnet damit, dass dies in 2014 zwar zu Lasten der flächenbereinigten Umsatzentwicklung gehen könnte, aber zu besseren Ergebniszahlen und höheren Margen führt.
Bei Tom Tailor sind die Markenschärfung und die weitere gezielte Flächenexpansion Thema. Im Januar hatte die Marke ihr neues CI auf der Bread & Butter in Berlin präsentiert. Im laufenden Jahr sollen 70 neue Tom Tailor Stores eröffnen und das Onlinegeschäft weiter ausgebaut werden. Für Tom Tailor und Tom Tailor Denim sind rund 200 neue Shop-in-Shops bei Handelspartnern sowie 15 neue Franchise-Stores geplant.
Für 2014 rechnet die Tom Tailor Gruppe mit einem Umsatz von mehr als 950 Mio. Euro und einer bereinigten EBITDA-Marge von rund 10%.
Für Tom Tailor bleibt auch in 2014 alles beim Alten: Die Fächenexpansion wird in bewährter Manier fortgesetzt
Fotos: Tom Tailor Group







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