Der Börsenneuling überrascht die Handelsplätze mit einer starken Halbjahresperformance. Wie bei vielen anderen Modehäusern federt das eigene Retailgeschäft das zögerliche Wachstum im Wholesale-Bereich ab.

Das eigene Retail-Geschäft brummt: im ersten Halbjahr 2010 plus 40%

Nach vorläufigen Zahlen stieg der Konzernumsatz der Hamburger im gesamten ersten Halbjahr von 134 Mio. Euro in 2009 um 9,9% auf 147,3 Mio. Euro an. Das zweite Quartal für sich betrachtet erhöhte sich der 3-Monatsumsatz um 13,6% auf 62,4 Mio. Euro. In der ersten Jahreshälfte trugen beide Segmente zur Wachstumsstory bei: das Segment Wholesale wuchs bescheiden um 1,1% auf 104,9 Mio. Euro, während das Retailsegment um beeindruckende 40% auf 42,3 Mio. Euro zulegte. Das flächenbereinigte Wachstum lag – ohne Einbeziehung des eShops – bei 5,8%. Das Onlinegeschäft sollte jedoch nicht vernachlässigt werden, denn wenn man dieses mit einbezieht, hätte sich das Flächenwachstum auf immerhin 14,1% belaufen. Im ersten Halbjahr eröffneten neun neue Stores, wodurch sich die Gesamtzahl der eigenen Filialen auf 96 erhöht hat.

Tom Tailor will zukünftig seine Expansionsstrategie konsequent fortführen und so seine beim Börsengang angepeilte Wachstumsstory konsequent weiter verwirklichen. Dabei steht nach Unternehmensangaben die „Ausweitung der kontrollierten Flächen in beiden Segmenten“ im Vordergrund. Ab dem dritten Quartal will das mittlerweile im SDax gelistete Unternehmen das Filialnetz stärker ausweiten und verstärkt eigene Läden eröffnen. Im Segment Wholesale wollen casualen Hamburger die Zahl der Franchise-Stores und Shop-in-Shops erhöhen. „Unser konstantes Umsatzwachstum zeigt, dass die Markenstrategie von Tom Tailor und Tom Tailor Denim gepaart mit System- und Prozess-Performance das Unternehmen nachhaltig vom Markttrend abkoppeln kann’, freut sich Dieter Holzer, der CEO der Tom Tailor Gruppe, und kündigt an „auch in Zukunft unsere ganz eigene Dynamik“ zu entfalten.