t+m Präsidentin stellt sich gegen Bundesbank & EZB
Im Ausland ist es eben billiger: Bundesbank und EZB hatten in den vergangenen Tagen Lohnerhöhungen für Deutschland gefordert. Doch Ingeborg Neumann stellt sich gegen diesen Vorschlag und zeigt die positiven Entwicklungen der deutschen Modeindustrie im Ausland auf.
Ingeborg Neumann spricht sich gegen Lohnerhöhungen aus
Gegen die Forderungen des Chefvolkswirts der Bundesbank, Jens Ulbrich, und des Chefökonom der Europäischen Zentralbank, Peter Praet, stellt sich die Präsidentin des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie, Ingeborg Neumann. Erst hatte die Bundesbank ihre Tarifparteien zu höheren Lohnabschlüssen aufgefordert und nun tritt ihr auch noch die EZB bei.
Doch Neumann sieht die deutsche Textil- und Modeindustrie nicht von den aktuellen tarifpolitischen Einschätzungen der Bundesbank und der EZB betroffen. „Wir erwarten in diesem Jahr etwa 1,8% Wachstum, dies entspricht etwa der Inflationsrate. Ein darüber hinausgehender Produktivitätszuwachs ist zurzeit nicht erkennbar.“, so Neumann.
Erfreulich ist jedoch, dass die Unternehmen der Textilbranche überdurchschnittlich an den ausländischen Produktionsstandorten wachsen. „Vor allem die im internationalen Vergleich außergewöhnlich hohen Energiekosten machen Investitionen im Ausland schon seit Jahren attraktiver als in Deutschland. Stark steigende Lohnkosten durch zu hohe Tarifabschlüsse würden den Trend zu Auslandsinvestitionen weiter verstärken.“, so die Präsidentin des Verbandes.
So fordert sie „Tarifabschlüsse mit Augenmaß für regionale und branchenspezifische Belange“. Die Äußerungen des Bundesbankpräsidenten würden dazu wenig beitragen. Der Bundesbank-Chef fordert 3% Lohnanstieg. Gegenüber der F.A.Z. nennt Jens Weidmann seine Gründe für die geforderten höheren Löhne. „In einer Reihe von Branchen und Regionen haben wir praktisch Vollbeschäftigung, und es häufen sich die Meldungen über Arbeitskräftemangel.“, so Weidmann. Die 3% ergäben sich aus knapp 2% Inflation und 1% Produktivitätswachstum, sagte der Bundesbankpräsidenten.
Foto: t+m







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